Test: Plextor M9Pe SSD im Kurztest

Mit der M9Pe schickt Plextor die eigene Flaggschiff-SSD ins Rennen. Nichts geringeres als Spitzenwerte bei Lese- und Schreibgeschwindigkeiten verspricht der Hersteller - dafür sorgt ein solider Controller aus dem Hause Marvell sowie die Unterstützung des NVMe-Protokolls. Wäre da nur nicht nicht der Preis, welcher der sporadischen Verfügbarkeit geschuldet ist.


Plextor hat die aktuelle M9Pe-Serie bereits im Januar vorgestellt, die Verfügbarkeit des schnellen Flash-Datenträgers ist allerdings nicht wirklich gut, der Preis entsprechend an der Konkurrenz gemessen hoch. Nichtdestotrotz machen wir den Test, denn der Datenträger ist eine interessante Alternative zu den Konkurrenten, die oftmals auf Controller von Silicon Motion oder aus eigener Fertigung setzen. Die M9Pe kommt nämlich mit Marvell-Controller, dazu verfügt unser Testmuster über einen Heatspreader, der die Temperaturen niedrig halten soll. Was die SSD in der Praxis taugt und ob es am Ende für eine Empfehlung reicht, klären wir im Folgenden.

Lieferumfang und technische Details

Die M9Pe kommt in einer kompakten Schachtel, auf der die technischen Details abgedruckt sind. Ein kleines Fenster lässt auf die M.2-Steckkarte durchblicken. Der Lieferumfang beschränkt sich lediglich auf die SSD selbst - gerne gesehen hätten wir zumindest eine kleine Schraube, um die SSD am Mainboard zu fixieren.

Bei der M9Pe von Plextor handelt es sich um ein Modell im M.2-2280-Format. Wir haben die Variante mit 1 TB Speicherkapazität (Modell: M9PeG) und Heatspreader, unter Dauerlast dürfte die Drosselung aufgrund der besseren Kühleigenschaften etwas später eintreten. Zusätzlich zum vorliegenden Testmuster führt Plextor eine Version (M9PeGN) ohne Heatspreader sowie eine Variante (M9PeY) als PCI-Express Gen 3 x4-Steckkarte. 

Beim Controller vertraut Plextor auf die Expertise von Marvell (88SS1093-Controller). Der 3D-TLC 64-Layer-BICS3 Flash-Speicher stammt aus dem Hause Western Digital. Die Plextor M9Pe setzt auf also generell TLC-Speicher, für höchste Leistung greift die M9Pe auf einen SLC-Cache zurück (PlexNitro), der bei der vorliegenden 1 TB-Variante 15 GB groß ist. Dadurch erreicht die SSD eine Leserate von maximal 3.160 Megabyte Pro Sekunde sowie 2.030 Megabyte pro Sekunde schreibend. Ist der Puffer allerdings voll, dann bricht die Leistung ein.

Plextor M9Pe
Speicherkapazität1 TB
ControllerMarvell 88SS1093, 8 Kanäle
FormfaktorM.2-2280
InterfaceNVMe, PCI-Express 3.0 x4
sequ. Lesen (Herstellerangabe)3.160 MB/s
sequ. Schreiben (Herstellerangabe)2.030 MB/s
Speicher-Chips (Hersteller)Toshiba/WD
Cache1GB LPDDR3
Garantie5 Jahre
Preis (Stand: 10/2018)EU-Ausland (Polen) ab ca. 315,00 Euro


Garantie

Plextor gewährt auf seine M9Pe eine Garantie von 5 Jahren, wobei die garantierte Mindesthaltbarkeit (TBW) bei 768 geschriebenen Terabyte liegt. Die Total Bytes Written können aber in der Regel auch deutlich überschritten werden, denn hierbei handelt es sich um einen Richtwert beziehungsweise eine Absicherung für den Hersteller.


Inhaltsverzeichnis

  1. Plextor M9Pe SSD im Kurztest
  2. Praxistest
  3. Fazit

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