Elektromobilität: E-Skateboards und Hoverboards bleiben in Deutschland verboten

Die Bundesregierung bereitet derzeit ein Gesetz vor, welches die Nutzung sogenannter Elektrokleinstfahrzeuge auf öffentlichen Straßen reglementiert und damit erstmals erlaubt. Jedoch sollen ganze Geräteklassen weiterhin verboten bleiben, was die Branche in Aufruhr gebracht hat.


Quelle: Gründerszene

Während man in vielen Ländern Europas seit Jahren elektrisch angetriebene Fahrzeuge wie Elektro-Scooter, Hoverboards und E-Skateboards legal nutzen kann, ist der Betrieb solcher Geräte in Deutschland immer noch verboten und kann als Straftat geahndet werden. Entsprechend ungeduldig sind nicht nur potenzielle Käufer, sondern auch die vielen Unternehmen und Startups, denen die Hände aufgrund der Gesetzeslage quasi gebunden sind.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf befindet sich derzeit in Arbeit, welcher den Betrieb solcher Geräte mit bis zu 20 km/h auch auf deutschen Straßen erlaubt. Er soll noch in diesem Jahr offiziell verabschiedet werden und demnächst in Kraft treten. Wie die Kollegen von Gründerszene schreiben, gibt es aber schon eine signifikante Änderung, die für viel Ärger sorgt: Modelle wie E-Skateboards und Hoverboards sollen vom Gesetz ausgenommen sein, da sie über keine eigene Lenkstange verfügen und nur über die Gewichtskraft gesteuert werden. Der entsprechende Vorschlag kam von der Bundesanstalt für Straßenwesen im Rahmen einer vierjährigen Studie zu diesem Thema.

In der Branche gab es wenig überraschend scharfe Kritik an der Änderung. So seien Elektroboards sehr kompakt und daher eine sinnvolle Ergänzung im öffentlichen Personennahverkehr. Mit einem Verbot lasse sich kaum verhindern, dass immer mehr Menschen solche Geräte einsetzen werden. In der Summe sei ein solches Gesetz also eher kontraproduktiv. Ob der Vorschlag von der Bundesanstalt für Straßenwesen im finalen Gesetz tatsächlich umgesetzt wird, bleibt aber offen.

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