Windows XP Support: Bundestag zahlt für Gnadenfrist

Obwohl seit 2007 Klarheit über die Unterstützung von Windows XP herrscht, ist es dem Bundestag in dieser Zeit nicht gelungen das Betriebssystem zu ersetzen. Knapp 7000 Rechner im Regierungssitz laufen demnach noch mit dem veralteten Betriebssystem, weshalb nun für eine Summe von 120.000 Euro der Support-Zeitraum um ein Jahr verlängert wurde.


Quelle: T-Online

Seit April dieses Jahres hat Microsoft den Support für Windows XP eingestellt. Bereits vor dieser Zeit wurde von Sicherheitsexperten dringlich darauf hingewiesen, das veraltete System durch eine neuere Windows-Version zu ersetzen. Einer der Übeltäter, der sich nicht an diese Begrenzung gehalten hat, ist der deutsche Bundestag. So sind derzeit noch zirka 7300 Rechner im Einsatz, die auf das veraltete OS setzen. Damit diese PCs auch weiterhin mit Sicherheitsupdates versorgt werden, greift der Staat tief in die Tasche: 120.000 Euro lässt sich Microsoft für einen verlängerten Support-Zeitraum zahlen. Kein schlechtes Geschäft, wenn man bedenkt, dass auch bei der Bundeswehr noch knapp 50.000 Systeme im Einsatz sind, die Windows XP nutzen, regionale Behörden verfügen ebenfalls noch über ein großes Kontingent der veralteten Computer.

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