Apple entwickelt eigenes Portal, um Nutzerdaten an US-Behörden zu übermitteln

Weltweit sind Millionen moderne Apple-Geräte im Einsatz, welche oft auch sensible Nutzerdaten enthalten. In einem neuen Online-Tool soll es US-Behörden nun einfacher gemacht werden, an diese Daten zu gelangen.


Quelle: Reuters

Nach eigenen Angaben hat Apple im letzten Jahr allein in den USA 14.000 Anfragen zur Übermittlung von Nutzerdaten erhalten, davon 231 mal in "dringenden Fällen". Nicht immer gibt das Unternehmen die Daten aber freiwillig heraus - so lieferte man sich unter anderem einen Streit mit dem FBI, welches auf das verschlüsselte iPhone eines mutmaßlichen Täters bei einem Mordfall zugreifen wollte. Grundsätzlich zeigt sich Apple aber kooperativ bei der Zusammenarbeit mit Behörden.

Bisher hatte Apple in seinem Firmengebäude rund 1000 Mitarbeiter amerikanischer Behörden persönlich um Umgang mit sesiblen Nutzerdaten geschult. Künftig wird es hierfür ein eigenes Online-Tool geben. Darauf werden die Mitarbeiter sehen können, wie sie an welche Informationen kommen. Das soll vor allem kleineren Polizei- und Sicherheitsbüros helfen, an die entsprechenden Daten zu gelangen. Das schließt auch iCloud-Daten mit ein, sofern die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

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