Intel: "Oak Trail" recht sparsam, Nachfolger bereits bekannt

Mit der neuen "Oak Trail"-Plattform hält Hardware von Intel nun auch Einzug in mobile Geräte wie Tablet-PCs. Basierend auf der "Atom"-Architektur sollen sie dabei sparsam genug sein, um gegen starke Konkurrenten wie Qualcomm zu bestehen.

Intel vereint dabei beim Atom Z670 bzw. beim Z650 je einen Prozessorkern mit 1,5 respektive 1,2 GHz, einen Speichercontroller für DDR2 sowie eine "PowerVR SGX 535"-Grafikeinheit auf einen Chip. Hinzu kommt jedoch noch ein I/O-Controller mit der Bezeichnung "SM35". Trotz der zwei notwendigen Chips der Plattform, bewirbt Intel "Oak Trail" als System-on-a-Chips-Lösung (SoC).

Im Gegensatz zu ihren Netbook-Pendants sollen die neuen Prozessoren viel sparsamer agieren. So gibt Intel eine TDP von 3 Watt an, der reale Verbrauch im Betrieb soll jedoch nur bei rund 1 Watt liegen. Hinzu gesellt sich allerdings noch der "SM35"-Controller, der mit einer TDP von 0,75 Watt beziffert ist. Bei solch einer geringen Leistungsaufnahme sei allerdings trotzdem kein Lüfter mehr zur Kühlung vonnöten. Gefertigt werden alle Chips noch in 45 Nanometer Strukturgröße.

Da der eingesetzte Grafikkern noch keine Full-HD-Videos decodieren kann, setzt Intel nach eigenen Angaben auf einen separaten Beschleuniger. Was man darunter genau verstehen kann, wollte der Hersteller allerdings noch nicht offenlegen. Fakt ist jedoch, dass Geräte mit "Oak Trail" HDMI-1.3b-Ports mit bis zu 1080p ansteuern können.

Ein großer Nachteil der neuen Atom-Prozessoren ist jedoch der Preis. So zahlen OEM-Hersteller für einen Z670 stolze 75 US-Dollar. Ein Preis für den langsameren Z650 ist noch nicht bekannt. Des Weiteren sieht man die Leistungsaufnahme als weiteres Problem, da selbige noch zu hoch sei. Aus diesem Grund wurde nun bereits auch der Nachfolger angekündigt.

"Cloverview" wird dabei vollständig in 32 Nanometern gefertigt und soll so noch deutlich sparsamer agieren. War "Oak Trail" noch ein Ableger von "Moorestown", so wird "Cloverview" ein Ableger von "Medfield". Letzterer zielt dabei vor allem auf den Smartphone-Markt ab. Fraglich ist zurzeit jedoch noch, ob Intel bei den neuen Modellen auf ein "echtes" SoC-Design zurückgreifen wird.

Zu guter Letzt soll "Cedar Trail" als Lösung für Netbooks und kleine Desktop-Systeme das Portfolio komplettieren. Zumindest hier ist klar, dass es sich lediglich um einen einfachen Austausch des Prozessors handeln wird. Der "NM10"-Chipsatz wird also weiterhin seinen Einsatz finden, wodurch neue Standards wie USB 3.0 nicht zu erwarten sind.

Unterstützt werden jedoch nun Technologien wie "Wireless Display" und "Blu-ray 2.0". Außerdem wirft DDR2 über Bord und setzt ab sofort auf DDR3 mit bis zu 1.066 MHz. Erste Muster werden schon an die Hersteller ausgeliefert. Auf den Markt kommen sollen alle neuen 32-Nanometer-Produkte binnen der nächsten sechs Monate.

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