CES 2013: Nvidia enthüllt den neuen Tegra-4-Prozessor

Die diesjährige CES steht kurz bevor und zahlreiche Hersteller haben aus diesem Grund begonnen, eigene Produkte der Öffentlichkeit vorzustellen. Darunter zählt auch die Chip-Schmiede Nvidia, die den Nachfolger des bekannten Tegra-3-Prozessors präsentiert. Wenig überraschend hat der neue Tegra 4 an Leistung zugelegt und verfügt nun über vier A15-CPU-Cores, 72 GPU-Cores sowie eine native LTE-Unterstützung.


Quelle: Golem

Auf der CES-Pressekonferenz hat Nvidia die neueste Generation der Mobile-Prozessoren für den Einsatz in Tablets und Smartphones vorgestellt. Wenig überraschend hört die jüngste Kreation auf den Namen "Tegra 4" und rechnet dem Hersteller zufolge deutlich schneller als die Konkurrenz, weshalb das Modell angeblich der schnellste Mobilprozessor überhaupt sein soll. Dafür setzen die Kalifornier auf vier A15-CPU-Cores, 72 GPU-Cores sowie eine native LTE-Unterstützung, die einen Zusatzchip für den neuen Datenübertragungsstandard unnötig macht. Dadurch soll unter anderem Strom gespart werden. Einen Performance-Vergleich zum Konkurrenzprodukt in Form der Exynos-Serie hatte Nvidia selbstverständlich auch im Gepäck. Das beliebte Google-Tablet Nexus 10, gefertigt vom südkoreanischen Unternehmen Samsung, trat gegen ein Referenzmodell mit Tegra-4-Prozessor an. Aufgabe war es, eine viel genutzte Internetseite zu laden, die das Google-Tablet mit Exynos-CPU in rund 50 Sekunden aufgerufen hat. Im Gegensatz dazu benötigte das Gerät mit dem neuesten Tegra-Chip mit etwa 25 bis 27 Sekunden gerade einmal die Hälfte der Zeit. Allerdings sei anzumerken, dass man bei der Vorstellung der beiden High-End-Geräte zwei unterschiedliche Browser eingesetzt hatte. Insofern bleibt abzuwarten, wie sich die Performance bezüglich der Ladezeiten im Alltag herausstellt.

An der Kamera-Performance hat Nvidia ebenfalls Hand angelegt und spendiert dem Chip die "Computational Photography Engine", die HDR-Aufnahmen in deutlich kürzerer Zeit ermöglicht. Derzeit dauert ein derartiger Berechnungsprozess beim durchaus schnellen iPhone 5 etwa zwei Sekunden. Der Tegra 4 schafft die gleiche Aufgabe in gerade einmal 0,2 Sekunden und somit nahezu in Echtzeit. Dadurch sollen ungenaue beziehungsweise verwackelte HDR-Aufnahmen Geschichte sein. Erstaunlicherweise war das Ergebnis so schnell vorzeigbar, dass es schon in der Live-Ansicht begutachtet werden konnte. Größter Vorzug der ganzen Sache ist jedoch, dass es keiner aktuelle Software für das Betriebssystem bedarf, um die "Always-ON-HDR-Funktion" uneingeschränkt zu nutzen, da alle relevanten Prozesse im Chip selbst stattfinden. Ferner beherrscht der Tegra 4 HDR-Video, One-Shot, HDR-Flash sowie HDR-Burst.

Damit die Bedienung eines Smartphones mit Nvidia-Mobilprozessor weiterhin butterweich läuft, hat der Hersteller selbstredend an der Performanceschraube gedreht. Ansonsten hat ein natives LTE-Modem in den neuen Tegra-4Chip Einzug gehalten. Zusätzlich ist selbiger programmierbar und soll die gleichen Funktionen wie andere aktuelle Modems bieten, allerdings nur 40 Prozent des Platzes einnehmen. Der größte Vorteil der Programmier-Funktion ist die Tatsache, dass der Hersteller per einfachen OTA-Updates die Feature-Vielfalt erweitern oder Regionsabhängig die Performance optimieren kann.

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