Wegen Wettbewerbsverstoß: Qualcomm soll eine Milliarde Euro Strafe zahlen

Wegen eines nicht erlaubten Exklusivdeals mit Apple muss Qualcomm eine Strafe von knapp einer Milliarde Euro an die EU zahlen. Gegen die Entscheidung des Kartellamts will Qualcomm nun juristisch vorgehen.


Quelle: Heise

Einer Untersuchung des EU-Kartellamts zufolge habe Qualcomm im Geheimen Milliarden US-Dollar an Apple gezahlt, damit das Unternehmen bei mehreren iPhone- und iPad-Modellen ausschließlich auf LTE-Chips von Qualcomm setzt. Insgesamt fünf Jahre lang bis zuletzt im Jahr 2016 sollen deshalb Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil erfahren haben.

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, wollte Apple schon vor Ablauf der Exklusivvereinbarung auf Intel als Chip-Zulieferer setzen, hatte diesen Schritt aber verschoben. Qualcomm selbst sieht die Strafe von 997 Millionen Euro als ungerechtfertigt an und kündigte an, juristisch dagegen vorzugehen. Seitens des Unternehmens heißt es, dass die Vereinbarung (mit Apple) nicht gegen die Wettbewerbsregeln in der EU verstoßen würde.

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