Wegen Gesichtsentsperrung: FBI zwingt Mann dazu, auf sein iPhone zu schauen

Laut einem Bericht bei Forbes nutzt das FBI die Entsperrung des iPhones per Gesichtserkennung aus, um gegen den Willen des Beschuldigten auf dessen Gerät zuzugreifen.


Quelle: Phone Arena

Was tun, wenn man als Kriminalbehörde auf ein per Gesicht verschlüsseltes Gerät eines Verdächtigen zugreifen will? Das FBI geht hier offenbar pragmatisch vor. Wie Forbes in einem Artikel schreibt, zwang man bei einer Hausdurchsuchung einen 28-jährigen Mann, kurz auf sein iPhone X zu schauen, bis das Gerät freigeschaltet wurde. Daraufhin hatten die Beamten zeitweise freien Zugriff auf seine persönlichen Daten. Wie später herauskam, konnten darauf aber keine belastenden Informationen für die Ermittlungen gefunden werden. Dennoch ist es erschreckend, wie leicht die Beamten inzwischen die Rechte eines Beschuldigten aushebeln können.

Die US-Behörden liefern sich regelmäßig Streits mit Apple bezüglich der Schutzmaßnahmen, welche den unberechtigten Zugriff auf persönliche Geräte verhindern sollen. Oft wird dann zu drastischen Maßnahmen gegriffen - wie etwa bei einem Vorfall vor einigen Wochen, wo Polizisten bei einer Beerdigung erschienen und den Finger eines toten Mannes nutzen, um sein iPhone zu entsperren. Solche Fälle wird es in Zukunft wohl deutlich häufiger geben.

Karim Ammour

Datum:
01.10.2018 | 13:15
Rubrik:
weltgeschehen
Tags:
apple entsperrung face-id gesicht iphone

Anzeige