Oculust Quest: VR-Brille lässt sich auch auf freiem Feld für "World-Scale" nutzen

Kurz vor dem Launch der Standalone-VR-Brille Oculus Quest sind bereits erste Testgeräte im Umlauf, die sich laut Experimenten auch außerhalb geschlossener Räume in großen Feldern nutzen lassen - und somit komplett neue Anwendungsmöglichkeiten aufzeigen.


Um in den Genuss einer VR-Brile zu kommen, brauchten Nutzer in der Vergangenheit neben einem leistungsstarken Rechner auch genügend Platz, um bei der Nutzung des kabelgebundenen Headsets nicht mit der realen Welt zu kollidieren. Die ab dem 21. Mai verfügbare Oculus Quest könnte hier für ein völlig neues Erlebnis sorgen, denn die Brille ist eine Art VR-Konsole und lässt sich damit komplett eigenständig nutzen. Erste Tester wollten daher auch wissen, ob sich das Gerät unter freiem Himmel einsetzen lässt, etwa auf einem Sportfeld. Dort ist man nicht auf die Spielfläche von wenigen Quadratmetern angewiesen, sondern kann quasi unbegrenzt große Flächen nutzen - zumindest in der Theorie.


Wie in einem Youtube-Video des französischen VR-Magazins ETR festgehalten wurde, funktioniert das Tracking der Quest im freien tatsächlich, womit man sich erheblich freier in der virtuellen Welt fortbewegen kann, Stichwort "World Scale". Allerdings seien hier zwei wichtige Dinge zu beachten: Erstens funktioniert die Erkennung durch die Kameras in der Oculus Quest nur eingeschränkt oder gar nicht bei starker Sonneneinstrahlung. Zweitens können große, gleichmäßige Flächen die Positionierung der Brille durcheinander bringen. Daher empfiehlt es sich, das Headset nur bei Dämmerung oder bewölktem Himmel draußen zu nutzen und den Boden durch Markierungen oder kleine Objekte (im Video waren es Kartons) leichter differenzierbar zu machen.

Vor der Nutzung müssen Quest-Besitzer außerdem in den Entwickler-Modus wechseln und das aktive Schutzsystem deaktivieren - denn offiziell ist von Oculus nur eine Nutzung in geschlossenen Räumen vorgesehen. Zu guter Letzt sollte das System im Freien nur genutzt werden, wenn mindestens eine zweite Person dabei ist, die den Träger beobachten und im Notfall eingreifen kann.

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