Nach SEC-Klage: Millionenstrafe für Tesla, Elon Musk verliert Posten als Vorsitzender

Nach einer Klage der US-Börsenaufsicht SEC hat sich der Tesla-CEO Elon Musk bereit erklärt, seinen Position als Vorsitzender im Autokonzern auszugeben. Außerdem muss eine Strafe von 40 Millionen US-Dollar an die Aktionäre gezahlt werden.


Quelle: CNBC

Vor einigen Wochen schrieb Elon Musk auf Twitter, dass er mit dem Gedanken spielt, Tesla vom Aktienmarkt zu nehmen. Die hierfür notwendige Finanzierung sei "gesichert". Damit habe Musk laut SEC eine Kursmanipulation verursacht, weshalb es diesbezüglich eine Untersuchung und nun eine Klage gegen den Multimilliardär eröffnet wurde. Um den Fall außergerichtlich zu klären, hat Musk nun einem Deal mit der Börsenaufsicht zugestimmt. Er betonte jedoch, dass die Zustimmung seinerseits kein Schuldeingeständnis bedeute. Offenbar geht es primär darum, den Fall zügig abzuschließen, da das geplante Gerichtsverfahren erst 2019 starten würde und über die gesamte Laufzeit negative Auswirkungen auf die Entwicklung von Tesla haben könnte.

Laut Vereinbarung muss Musk seinen Posten als Vorsitzenden (Chairman) innerhalb von 45 Tagen räumen und zwei neue, unabhängige Mitglieder einberufen. Er darf diese Rolle frühestens nach drei Jahren erneut einnehmen. Außerdem wird es eine Geldstrafe von 40 Millionen US-Dollar geben, die je zur Hälfte von Tesla und von Musk selbst beglichen wird. Mit dem Geld sollen die Aktionäre entschädigt werden, wobei unklar ist, ob durch den Tweet überhaupt ein Schaden bei den Investoren entstanden ist.

Immerhin darf Musk seine Position als Geschäftsführer (CEO) behalten und damit weiter am Ruder des E-Autokonzerns bleiben. Teil der Vereinbarung ist aber auch, dass seine Kommunikation mit der Öffentlichkeit - auch über Twitter - künftig von einem Anwalt auf rechtliche Unbedenklichkeit hin überprüft wird.

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