Nach G20-Gipfel in Osaka: US-Unternehmen dürfen wieder mit Huawei Geschäfte machen

Es gibt im Tauziehen rund um den Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China einen Durchbruch: Im Rahmen des G20-Gipfels in Osaka haben sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping auf einen Waffenstillstand im Bezug auf den Handelsstreit geeinigt. Damit darf Huawei wohl wieder mit US-Herstellern handeln. Das hat Donald Trump erwähnt, ohne aber genau ins Detail zu gehen.


Im Laufe des G20-Gipfels in Osaka haben sich die 20 wichtigsten Länder getroffen um über den Handel und natürlich über viele weitere Probleme zu reden. Auch Klima-Fragen wurden dort beantwortet. Viel mehr aber wurde das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem chinesischen Gegenüber Xi Jinping heiß erwartet. Es geht um offene Handelsfragen und auch um Zölle, mit denen die Vereinigten Staaten die Chinesen schwer unter Druck gesetzt haben. Unerwartererweise - oder unter Donald Trump doch erwartet - kam nun die Wende: "Wir sprechen von Ausstattung und dabei gibt es keine großen nationalen Sicherheitprobleme", so Trump. Unklar ist bislang, was genau darunter zu verstehen ist. Fest steht aber, dass Huawei wohl demnächst wieder US-Hard- und Software offiziell einkaufen darf. Besonders die Zusammenarbeit mit Google und Qualcomm sei an dieser Stelle erwähnt.

"Ich sagte es ist O.K", sagte Trump und bekräftigte, dass die benötigten Produkte, die Huawei von US-Herstellern bezieht, ohne Barrieren an das chinesische Unternehmen gehen dürfen. Die klare Meinung Trumps gegenüber China ist natürlich eine Bedingung Chinas: Ein "Deal" komme nämlich erst zustande, wenn man Eingeständnisse macht. Die Lockerung der Sanktionen gegen Huawei ist eine davon. Wie schnell nun die Aussagen Trumps in Taten umgewandelt werden, bleibt jedoch abzuwarten. Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich Huawei weiterhin auf der schwarzen Liste - und das seit Mitte Mai. Die Konsequenzen davon sind weitreichend: Huawei erleidet dadurch einen Umsatzeinbruch von etwa 30 Milliarden US-Dollar, dazu kommen noch damit verbundene Unternehmen, die ebenfalls starke Umsatzeinbußen verkraften müssen. 

Quelle: Bloomberg

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