Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea: RAM- und SSD-Preise steigen

Günstiger RAM und schnelle SSDs zum kleinen Preis haben Marktforscher vor wenigen Monaten für die aktuelle Zeit prognostiziert - die Vorhersage ist inzwischen auch bei den Preisen für Endkunden angekommen. Die Freude bei Aufrüstwilligen ist durchaus da - doch die währt offenbar nicht lange. Denn der Handelsstreit zwischen Japan und Südkorea zeigt erste Konsequenzen, die sich negativ auf die Preisentwicklung von Hardware auswirkt.


Niedrige RAM-Preise, SSDs zum Schleuderpreis - das dürfte nicht lange so bleiben. Denn der Clinch zwischen Japan und Südkorea zeigt erste Auswirkungen, die Kunden nicht begrüßen dürften. Die Blockaden sorgen für eine Verringerung der benötigten Ressourcen, was zur Verknappung und letztendlich zu höheren Preisen im Endkundenmarkt führt. Der Markt scheint zunächst mit großen Mengen an entsprechender Hardware gedeckt zu sein, doch die Aufstockung der Bestände zu den bekannt niedrigen Preisen ist in Zukunft wohl nicht mehr drin. Laut ComputerBase könnten die Preise für Arbeitsspeicher etwa kurzfristig um etwa 20 Prozent steigen - wer Arbeitsspeicher benötigt, sollte den geplanten Kauf in der nächsten zeit auf jeden Fall tätigen. Viel weiter würden die Preise ohnehin nicht mehr fallen.

Den Ausschlag nach oben hin kann man schon an der Speicherbörse DRAMeXchange beobachten: Die Statistiken zeigen klar eine Richtung: nach oben. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern haben somit weltweite Auswirkungen. Abgeschwächt durch die im Sommer bekannte Nachfrageflaute sind die Preise nicht sofort sprunghaft angestiegen. Das dürfte sich mit Zunahme der Nachfrage in den kommenden Monaten ändern. Feste Lieferverträge tun da ihr übriges: Großabnehmer von Hardware haben mit den Lieferpartnern üblicherweise festgemachte Konditionen, die sich nach Ablauf der Abmachungen sicherlich verändern, was dann der Endkunde spürt. Hinzu kommt, dass Japan erst seit diesem Monat den Handelsstreit durch den Lieferstopp von dringend benötigten Chemikalien nach Südkorea verschärft hat. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie stark die Preise anziehen und welche Prognosen dann von Marktforschern zu erwarten sind.

Quelle: ComputerBase

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