Google: Immer mehr Polizeiabfragen zu Bewegungsdaten

Die Zahl der Polizeiabfragen bei Google in Bezug auf GPS- und Standortdaten soll in den letzten sechs Monaten dramatisch angestiegen sein.


Dass sich weltweit immer mehr Polizeibehörden digitale Informationen von Smartphones zu Nutze machen, ist kein Geheimnis. Einem Bericht der New York Times zufolge ist der Anstieg entsprechender Abfragen bei Google in den USA in den letzten sechs Monaten extrem angestiegen. Genaue Zahlen für den gesamten Zeitraum wurden zwar nicht genannt, jedoch wird von "180 Anfragen pro Woche" gesprochen, bei denen teilweise hunderte Smartphones auf einmal abgefragt werden.


Nicht selten entstehen solche Polizeiabfragen in Zusammenhang mit "geofencing", wo alle Smartphones abgefragt werden, die sich in einem bestimmten Bereich aufgehalten oder diesen passiert haben. Zwar anonymisiert Google die Daten im Regelfall zuvor, bei weiteren Anfragen gibt das Unternehmen aber häufig auch die Namen und weitere persönliche Daten der Nutzer heraus. Als Nutzer wird man über dieses Vorgehen offenbar gar nicht erst informiert. Das kann bei potenziell gefährlichen Straftätern zwar von Vorteil sein, stellt aber einen massiven Eingriff in die Privatsphäre der anderen Smartphone-Besitzer dar.


Karim Ammour

Datum:
15.04.2019 | 11:39
Rubrik:
weltgeschehen
Tags:
abfrage google gps maps polizei standort

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