DSGVO: British Airways wird zu einer Strafzahlung von 205 Millionen Euro verdonnert

Die britische Datenschutzbehörde ICO hat die heimische Fluggesellschaft British Airways zu einer Strafzahlung in Höhe von 183,39 Millionen Britische Pfund verdonnert. Der Grund: Ein Verstoß gegen die Datenschutzauflagen nach der DSGVO, der einen Diebstahl von Daten von über 500.000 Kunden zur Folge hatte.


Es war im Sommer 2018: Hacker haben Sicherheitslücken ausgenutzt, um ahnungslose Nutzer von der Website der Fluggesellschaft auf eine andere Seite umzuleiten. Darauf sind etwa 500.000 Nutzer reingefallen - und übergaben so unfreiwillig personenbezogene Daten in die Hände der Betrüger. Laut der ICO, der britischen Datenschutzbehörde, sind so sensible Zahlungsdaten sowie Login-Kombinationen und Reisebuchungsdaten in die falsche Hände gelangt. British Airways ist sich dieses Problems bewusst und hat im September in einer Stellungnahme von 380.000 betroffenen Kunden gesprochen - einig sind sich die Behörden und das Unternehmen nun bei der Zahl: Es sind wirklich die etwa 500.000 Passagiere betroffen.


Auch wenn British Airways nach diesem Datenskandal nachgebessert habe und sich einsichtig gezeigt hat, mindert das nicht die Strafe - die ICO sieht ein klares Versäumnis beim Unternehmen, das mit den personenbezogenen Daten lax umgegangen ist. Von Unternehmsseite zeigt man sich überrascht und gleichzeitig enttäuscht über das Urteil - man möchte in jedem Fall in Berufung gehen und die Rekordstrafe in Höhe von ungerechnet 205 Millionen Euro in jedem Fall anfechten. 

Quelle: Engadget

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