Apple-Mitarbeiter hören höchstintime Details aus Siri-Gesprächen mit

Nicht nur bei Amazon, sondern auch bei Apple hören Mitarbeiter rund um die Uhr bei Konversationen mit dem hauseigenen Sprachassistenten mit - auch dann, wenn höchstintime Details bekannt werden.


Zuletzt stand Amazon unter heftiger Kritik, nachdem bekannt wurde, dass tausende Mitarbeiter aus Ländern wie Indien bei Alexa-Konversationen mitlauschen, ohne dass die jeweiligen Nutzer dies überhaupt mitbekommen. Ein neuer Bericht geht nun auf Apple ein, wo offenbar ähnlich vorgegangen wird. Demnach werden Angestellte von Apple direkt oder über Subunternehmen beauftragt, Mitschnitte von Siri-Gesprächen anzuhören und auszuwerten. Dabei kommen häufig intime Details zum Vorschein, etwa wenn Menschen gerade Geschlechtsverkehr haben oder einen Drogendeal abschließen - also Dinge, die man üblicherweise lieber unter Verschluss hält. Häufig sollen auch Gespräche mit Ärzten mitgeschnitten werden, wo Informationen über den Gesundheitszustand des Nutzers genannt werden.


Ein Apple-Mitarbeiter, der nicht namentlich genannt werden möchte, kritisiert den Umgang seines Arbeitgebers mit persönlichen Daten scharf und verweißt darauf, dass Siri häufig unaufgefordert Gespräche mithört und an die Cloud weiter leitet. Besonders häufig passiere dies beim smarten Lautsprecher HomePod und bei der Apple Watch. Aus Angst, dass diese Informationen missbraucht werden können, fühlen sich viele Mitarbeiter unwohl, führte der anynome Mitarbeiter weiter aus. Aus diesem Grund wolle er die Geschehnisse auch öffentlich machen.

Laut Apple dienen die Siri-Mitschnitte nur der Verbesserung des Sprachassistenten, zudem wird auf die Datenschutzrichtlinien verwiesen, welche die Aufzeichnung von Gesprächen für diesen Zweck gestatten. Tatsächlich weiß aber niemand genau, was mit den Daten tatsächlich passiert und unter welchen Umständen Apple Daten dieser Art auf seinen Servern abspeichert.

Quelle: TheGuardian

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