Google macht Schluss mit Tablets - Fokus auf Notebooks

Tablets sind seit jeher stiefmütterlich von Google behandelt worden. Denn die Software war nicht immer aktuell und auf Augenhöhe mit dem Smartphone-OS, es fehlte schlichtweg die breite Unterstützung der Hersteller, die sich in dieser Produktkategorie schwer tun. Google zieht nun die Konsequenzen: Eigene Tablets wird es nicht mehr geben und auch die Entwicklung zweier Modelle soll eingestellt werden. Der Fokus richtet sich künftig klar auf Notebooks.


Google bestätigt: Es wird keine neuen Tablets mehr aus dem eigenen Hause geben. Die Entwicklung an neuen Geräten wird eingestellt - mit Tablets ist damit endgültig Schluss. Das US-Magazin Computerworld will wissen, dass Google die Arbeiten an zwei kleineren Tablets eingestellt habe, was nun auch von Google-Hardware-Chef Rick Osterloh bestätigt worden ist. Die Ressourcen sollen für die Neuentwicklungen auf Notebooks gerichtet werden, da der Tablet-Markt seit Jahren rückläufig ist und an sich wenig Nutzer-Interesse an entsprechenden Geräten besteht. Betont wird aber gleichzeitig, dass man weiterhin Unterstützung von bereits veröffentlichten Geräten liefert und von der Abkehr ausschließlich Tablets gemeint sind. Die Bemühungen in anderen Hardware-Segmenten bleibt davon unangetastet.


Die Geschichte um Tablets aus dem Hause Google kann wahrlich nicht als Erfolgs-Story bezeichnet werden. Mit einem sehr kleinen Preis hat Google zusammen mit Asus im Jahre 2012 das Nexus 7 veröffentlicht, das durchaus viel Beachtung bei der Nutzerschaft bekommen hat -  allerdings dürfte das auf den fairen Preis zurückzuführen sein. Die Modelle darauf jedoch konnten der Geräteklasse jedoch nicht zum Durchbruch verhelfen: Das in Kooperation mit HTC entwickelte Nexus 9 war erheblich kostspieliger und konnte so relativ wenige Abnehmer finden. Auch das aktuelle Pixel C aus komplett eigener Entwicklung war zum Start hardware-technisch auf dem aktuellsten Stand, doch die Probleme sind geblieben. Google wird in Zusammenhang mit Tablets oft ein unrundes Android-OS vorgeworfen, gefehlt haben Kritikern zufolge stets die praktische sowie bequeme Nutzung als Desktop-Ersatz mithilfe von Tastaturdocks, womit die Geräte nur eine sehr kleine Nutzerbasis ansprechen konnten.



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