Von Apple verboten: Galaxy Tab 10.1 in Europa

Die Klage von Apple betreffend eines Vertriebsverbots für das Samsung Galaxy Tab 10.1 in Europa hatte offenbar Erfolg. Das Landgericht Düsseldorf verfügte gestern, dass Samsung den Vertrieb und sämtliche Werbemaßnahmen für das neue Galaxy Tab in Europa einstellen müsse.


Quelle: Computerbase

Die Entscheidung des Landesgerichtes Düsseldorf betrifft fast alle Länder der EU - ausgenommen sind die Niederlande. Auch bereits im Handel befindliche Geräte müssen aus den Verkaufsräumen entfernt werden. Hintergrund der Klage von Apple ist ein angehängter Design-Klau seitens Samsung. Apple und Samsung tragen bereits in mehreren Ländern verschiedene Verfahren diesbezüglich aus. Grundsätzlich wirdt Apple Samsung vor, Teile der Soft- und Hardware von iPad und iPhone kopiert zu haben. In dem Düsseldorfer Fall geht es allerdings lediglich um das Tablet.

Woran Apple vor rund einer Woche in Australien aufgrund eines Formfehlers scheiterte, ist jetzt in Europa von Erfolg gekrönt. Samsung kann selbstverständlich Beschwerde einlegen, wobei das Vertriebsverbot mindestens für vier Wochen bestehen bleibt. Erst dann könnte neu über die Vorfälle verhandelt werden, die von beiden Seiten bisher größenteils unkommentiert blieben. Bei einem Verstoß gegen die einstweilige Verfügung droht Samsung ein Bußgeld von bis zu 250 000 Euro. In einer Stellungnahme gegenüber Cnet sprach Samsung allerdings von absoluter Unkenntnis über die Klage von Apple und einer dementsprechenden Reaktionsunfähigkeit: 

"Die einstweilige Verfügung wurde ohne vorherige Benachrichtigung gegenüber Samsung erlassen. Der Fall wurde ohne Anhörung oder Beweisführung abgeschlossen."

Anzeige