WannaCry: Attacke legt Fabrik von Honda lahm

Vor nicht allzu langer Zeit geriet ein neuer Crypto-Trojaner in Umlauf. Nachdem die erste Viruswelle abgeflaut ist und bereits Decrypter zum Download bereitstehen, hat es nun eine Fabrik der Firma Honda erwischt.


Quelle: Techpowerup

Gerade als man dachte, dass das "WannaCry"-Desaster vorüber ist, richtet die gefährliche Software erneut massive finanzielle Schäden an. Diesmal betroffen ist die Firma Honda aus Fernost. Die Infizierung war dabei so nachhaltig, dass eine gesamte Produktionsfabrik in Sayama, nordöstlich von Tokyo, lahmgelegt wurde. Bei knapp 1.000 Fahrzeugen, welche täglich das Fließband verlassen, geht der finanzielle Schaden weit in die Zehntausende. Honda gab an, man habe die Malware am Sonntag entdeckt und in der Zeit bis Mittwoch habe sie sich bereits in Japan, Nordamerika, Europa und China ausgebreitet.

Der Vorfall in Sayama ist der aktuell einzig bekannte mit Produktionsausfall. WannaCry ist ein Cryptotrojaner, welcher, sobald er sich einmal auf der Festplatte befindet, alle verfügbaren Dateien verschlüsselt und dann eine sogenannte Paywall errichtet. Der Nutzer wird dabei aufgefordert, einen bestimmten Geldbetrag zu überweisen, um die Verschlüsselung aufzuheben. Dies sollte man natürlich keinesfalls tun, denn binnen kürzester Zeit konnte man im Internet entsprechende decrypter finden, welche der Schadware zu Leibe rücken können. Ob Honda den Trojaner bekämpft oder doch das Lösegeld gezahlt hat und wie der Trojaner überhaupt in das System gelangen konnte, ist bislang nicht bekannt.

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