Microsoft gibt zu: Windows 10 Update-Kampagne ging zu weit

Windows 8 und Windows 8.1 konnten sich in der Vergangenheit nur schlecht durchsetzen, dementsprechend hohe Erwartungen hatte Microsoft in Windows 10. Um sich einen möglichst hohen Marktanteil zu sichern, griff man daher zu "aggressiven Maßnahmen" bei der Vermarktung, wie Microsoft nun selbst zugegeben hat.


Quelle: Nextpowerup

Anfangs war das Upgrade auf das aktuelle Windows 10 nur optional, wie auch in den Medien angekündigt. Doch kurz darauf erntete der Softwaregigant die Missgunst der User durch den nur allzu bekannten „Get Windows 10“-Dialog, welcher die Nutzer penetrant zu einer Aktualisierung auf das neueste Betriebssystem drängte. Viele Benutzer luden so ungewollt Windows 10 herunter und installierten es.

Auf diesen Umstand bezog sich kürzlich Microsofts Chief Marketing Officer Chris Capossela in einem Interview. Laut ihm hat Microsoft selbst einige Stunden nach dem Release des Updates realisiert, dass sie zu weit gegangen sind. Immerhin beklagten sich nicht nur die Nutzer selbst, sondern auch die Fachpresse über die "unseriöse" Werbung. Weiterhin betonte Capossela, einiges aus dieser Situation gelernt zu haben. Ob Microsoft sich auch tatsächlich daran halten wird, werden wir spätestens beim Release des nächsten Betriebssystems aus Redmond feststellen können.

Ralf Neumann

Datum:
26.12.2016 | 14:32
Rubrik:
software
Tags:
microsoft update upgrade win-10 windows-10

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