IT-Sicherheit: CCleaner mit Malware infiziert

Schlechte Nachrichten für alle Nutzer des CCleaners: Das beliebte Reinigungstool wurde von Malware infiziert und stellt nun eine Sicherheitslücke für die Nutzer dar. Über zwei Millionen Rechner könnten bereits infiziert sein.


Quelle: WCCFTech

Der CCleaner, eines der populärsten Reinigungstools für Windows und Android, infiziert offenbar Millionen von Nutzern und öffnet Hintertüren zum Betriebssystem. Wie es scheint, haben Hacker die Software manipuliert und mit Malware kompromittiert, womit mittlerweile über zwei Millionen Benutzer betroffen sein sollen.

Das Problem erkannte erstmals Cisco Talos, welcher mit Hilfe der Antivirensoftware „Avast“ herausgefunden hat, dass die Daten des CCleaner Malware enthalten. Eine Zeit lang wurde die Version 5.33 des CCleaner von Avast virenfrei geprüft, obwohl darin dennoch die Schadware enthalten war. Schnell wurde der Begriff „crap cleaner“ zum geflügelten Wort.

Man war in der Lage, herauszufinden, was genau für Daten von der Malware gesammelt werden. Es werden der Name des PC‘s, die IP-Adresse, eine Liste der installierten Software inklusive der Windows-Updates, eine Liste der laufenden Programme, die MAC-Adressen der ersten drei Netzwerkadaptern, aber auch noch einige weitere Informationen ausgespäht. Diese Daten werden als „nicht sensibel“ eingestuft.

Aktuell lässt sich die Vermutung nicht ausschließen, dass die kompromittieren Rechner als Teile für ein Botnet geplant waren. Solltet ihr betroffen sein, empfiehlt Avast, euren CCleaner auf die Version 5.34 upzugraden und eure Rechner auf den Stand von vor dem 15.August zurückzusetzen.

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