Samsung präsentiert das Galaxy S4

Wie erwartet hat der südkoreanische Smartphone-Riese Samsung sein neues Topmodell vor der versammelten Fachpresse auf dem Unpacked Event in New York eindrucksvoll präsentiert. Das Gerät hört auf den Namen "Galaxy S4" und setzt erneut mit zahlreichen, innovativen Funktionen Maßstäbe. Doch auch technisch weiß das Flaggschiff mit topaktueller Hardware zu überzeugen. Ein starker Octa-Core-Prozessor, eine 13-Megapixel-Kamera sowie ein edles Gewand aus Polycarbonat mitsamt einem Aluminiumrahmen sprechen eine deutliche Sprache. In dieser News haben wir euch alle offiziellen Infos vom Event zum Samsung Galaxy S4 zusammengefasst.


In New York hat Samsung das neue Smartphone-Flaggschiff Galaxy S4 offiziell enthüllt. Wie erwartet haben sich die zahlreichen Leaks aus China, welche in den letzten Tagen im Netz herumgeisterten, bestätigt: Das neue Gerät setzt auf einen 4,99 Zoll großen Full-HD-Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1.920 x 1080 Pixeln, was in einer sehr hohen Pixeldichte von 441 ppi resultiert. Rechenaufgaben erfüllt der vor wenigen Wochen vorgestellte Exynos-Octa-Core-Prozessor, der im 28 Nanometer-Fertigungsverfahren hergestellt ist. Allerdings setzt Samsung hier nicht auf ganze acht gleich starke Kerne, sondern auf jeweils vier leistungsfähige sowie stromsparende, schwächere Rechenherzen. Diese Technik hört auf den Namen "big-LITTLE", bei der ein 1,6 Gigahertz schneller Quad-Core-Prozessor auf Basis der Cortex-A15-Architektur in einem Cluster werkelt, während im zweiten sparsamere Cortex-A7-Chips mit 1,2 Gigahertz Takt gewöhnliche Alltagsaufgaben erledigen. Dadurch soll in Verbindung mit dem vergrößerten sowie austauschbaren 2.600 Milliamperestunden starken Akku sowie einer optimierten Display-Technologie, die Betriebsdauer stark erhöht werden. Der Grafikchip, der dem Octa-Core-Prozessor zur Seite steht, hört auf die Bezeichnung "PowerVR SGX 544MP3" und kommt genau in dieser Form leicht untertaktet auch im iPhone 5 von Apple zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher fällt hingegen mit zwei Gigabyte heutzutage für ein neues Oberklasse-Gerät durchschnittlich aus. Die Grundausstattung umfasst zudem einen 16 Gigabyte großen Flash-Speicher für Systemdateien und eigene Dokumente, welcher sich um weitere 64 Gigabyte via Micro-SD-Karte ausbauen lässt. Samsung plant neben dieser Variante auch einen Ableger mit 32- und 64-Gigabyte Speicherkapazität ab Werk anzubieten. Gelungene Schnappschüsse gelingen mit der hochauflösenden 13-Megapixel-Kamera, die auf den Sony IMX135-Sensor setzt und bei Nacht von einem LED-Blitz unterstützt wird. Mithilfe der Blende von f/2,4 sollten zudem unter schwachem Licht trotzdem sehenswerte Bilder möglich sein. Mit der 2-Megapixel-Frontkamera kann der Nutzer außerdem Videotelefonate tätigen.

In Sachen Konnektivität scheint Samsung ganz besonders stolz zu sein: Das neue Galaxy S4 funkt mit LTE mit einer Geschwindigkeit von 100 Megabit im Download sowie höchstens 50 Megabit im Upload. Der neue Hochgeschwindigkeits-Datenfunk ist zudem mit allen Frequenzen weltweit Kompatibel. Um den entsprechenden Standard nutzen zu können, wird ein Gerät mit einem LTE-Modul vorausgesetzt, welches zum Marktstart neben einer normalen Variante erhältlich sein wird.

Hinsichtlich des Designs geht Samsung mit dem Galaxy S4 den Weg der Evolution, statt der Revolution. Der südkoreanische Hersteller hat die Form sowie das Material des Vorgänger aufgegriffen und in einigen Punkten optimiert. Dadurch ist das neue Gerät mit seinen Abmessungen von 136,6 x 69,8 x 7,9 Millimeter unwesentlich größer als das S3 und bringt mit 130 sogar 5 Gramm weniger auf die Waage. Auf ein Hochglanz-Finish wurde zudem verzichtet, sodass das der Nutzer das Galaxy S4 dank der aufgerauten, fein bepunkteten Flächen leichter in der Hand halten kann, was letztendlich die Haptik merklich verbessert.

Heutzutage ist es jedoch nicht mehr die reine Hardware, die für den Kunden bei der Wahl eines neues Smartphones den Ausschlag gibt. Vielmehr sind in der letzten Zeit Software-Features in den Fokus gerückt, mit denen auch Samsung mit dem Galaxy S4 einen großen Schritt nach vorne macht und sich daher nicht vor HTCs Sense und Co verstecken muss. Altbekannte Funktionen vom Vorgänger wurden selbstverständlich an dieser Stelle übernommen und sogar optimiert, sodass laut Hersteller mit dem neuen Flaggschiff eine noch bessere Benutzererfahrung erreicht wird. Eine Weiterentwicklung, die im neuen High-End-Modell Einzug hält, ist die vom Galaxy Note II bekannte "Air-View"-Technologie. Mit dem S-Pen des 5,5-Zoll-Phablets ließ sich so ohne Berührung des Touchscreens beispielsweise eine Vorschau von einem Bild anzeigen. Dies beherrscht das Galaxy S4 nun komplett ohne entsprechenden Stift, sodass einfach der Finger über eine Fläche gehalten werden muss, um mit ihm zu interagieren. In Verbindung mit dem neuen Modell nennt man dies Floating Touch, was Sony bereits im letzten Jahr in eines der eigenen Smartphones implementierte. Eine ähnliche Funktion nennt sich Smart Pause: Wenn der Nutzer ein Video schaut und den Blick abwendet, pausiert selbiges. Richtet der Besitzer seinen Blick wieder auf das Gerät, dann wird die Wiedergabe fortgesetzt.

Für geschäftliche Nutzer interessant ist Knox: Damit lassen sich auf dem Gerät private sowie berufliche Daten strikt trennen, was man von aktuellen BlackBerry-Smartphones kennt und für den einen oder anderen eine deutliche Erleichterung mit der Handhabung des Galaxy S4 darstellt. Ansonsten ist das neue Top-Phone laut Samsung der optimale Begleiter für Unterwegs: Der S-Translator kann ganze neun Sprachen zur Markteinführung simultan übersetzen. So können Spracheingaben in Text umgewandelt werden und umgekehrt, was Reisenden im Gespräch mit Menschen aus anderen Ländern einen großen Vorteil verschaffen wird. Diese Software wird sogar auch ohne Internetverbindung nutzbar sein, was der Hersteller auf dem Event gezeigt hat.

Die Kamera erfährt nicht nur hardware- sondern auch softwaretechnisch einige Upgrades: Neben hochauflösenden Fotos kann man mithilfe der Sound-and-Shot-Funktion während der Fotoaufnahme passende Tonsequenzen aufnehmen. Ferner lässt sich das Bild der Frontkamera in das der Hauptkamera einfügen. Das wegretuschieren via Photoshop ist mit einem Feature des Galaxy S4 zudem nicht mehr nötig: unerwünschte Menschen und Objekte in einer beispielsweise belebten Szenerie können einfach sauber ausgeschnitten werden. Zu guter Letzt ist der leistungsfähige Sensor in Verbindung mit dem performanten SoC in der Lage satte 100 Einzelfotos mit einer Auslösung zu knipsen.

Softwareseitig setzt Samsung natürlich auf Android in der Version 4.2.2. Dem verpasst der Hersteller die eigene Oberfläche Touchwiz, mit der die zuvor genannten Funktionen und viele weitere Features Einzug halten.

Mittlerweile ist ein Smartphone wirklich "smart"! Samsung hat erneut bewiesen in welche Richtung die Entwicklung heutzutage geht: Die kommenden Geräte sollen das Leben der Menschen sichtlich vereinfachen und der Begleiter im Alltag sein. Immer schnellere Hardware und die zahlreichen Software-Features sprechen in dieser Hinsicht eine eindeutige Sprache: Das Galaxy S4 interagiert mit dem Nutzer, selbst, wenn dieser zum Beispiel nicht hinschaut oder kann sogar den Puls des Anwenders mit entsprechendem Equipment messen. Auch als kommunikative Schnittstelle wird das Flaggschiff aus Südkorea einsetzbar sein, was der Hersteller mit dem S-Translator erreichen will. Zu guter Letzt lässt sich das S4 nun mit Handschuhen bedienen, was bis Dato lediglich den Lumia-Phones von Nokia vorbehalten war. Samsung hat letztendlich aufgeholt und neue Maßstäbe gesetzt, wie von einem Marktführer natürlich zu erwarten ist. Ende April ist das Galaxy S4 hierzulande erhältlich, Early-Adopter können schon jetzt Vorbestellungen bei ausgewählten Mobilfunkbetreibern aufgeben.

Bei Amazon sind Smartphones von Samsung erhältlich.

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