OnePlus 7: Hersteller verzichtet aus Kostengründen auf IP-Zertifizierung

OnePlus verspricht einerseits, dass das neues Topmodell OnePlus 7 (mehr oder weniger) gegen Wasser geschützt ist, verzichtet aber gleichzeitig auf eine offizielle IP-Zertifizierung der IEC. Das sorgt auf Nutzerseite für viel Unsicherheit.


Inzwischen sind viele Oberklasse-Smartphones gegen Wasser und Staub geschützt, was auch durch entsprechende IP-Ratings gekennzeichnet wird. OnePlus will hier offenbar einen anderen Weg gehen. Kürzlich hat das Unternehmen ein Video veröffentlicht, in dem die Wasseresistenz des kommenden OnePlus 7 hervorgehoben wird. Eine entsprechende Zertifizierung wird das Gerät allerdings nicht erhalten. Sattdessen heißt es, dass das OnePlus 7 wasserresistent, aber nicht komplett wasserdicht sei. Zudem gelte der Schutz nur unter "optimalen Bedingungen".


Die Begründung von OnePlus für diesen Schritt ist durchaus einfallsreich: So habe man bewusst auf das Rating verzichtet, da dieses bei der internationalen Technikbehörde IEC zu teuer sei und damit unnötige Kosten verursache. Zudem habe das Rating nur wenig Aussagekraft über den tatsächlichen Wasserschutz. So oder so: Eine Garantieabdeckung durch Wasserschäden gebe es nicht, weshalb man den Nutzern nahelegt, ihre Geräte möglichst von Flüssigkeiten fernzuhalten.

Problematisch ist nun, dass sich Käufer eines OnePlus 7 bezüglich der Wasserresistenz nur noch auf die Aussagen von OnePlus selbst verlassen können. Ob diese tatsächlich hilfreicher sind als die genormten Ratings der IEC, ist eher zweifelhaft.

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