LG G8 ThinQ kommt mit Display-Lautsprecher, TOF-Kamera und Venenscanner

LG hat auch die G-Serie aktualisiert und präsentiert im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona die eigene Idee eines Flaggschiff-Smartphones, das sich unter anderem mit dem Galaxy S10 (Plus) messen soll. An Features hat der Hersteller dabei nicht gegeizt, muss aber in einigen Punkten dem Samsung-Gerät den Vortritt lassen.


LG aktualisiert auch die G-Serie und zeigt das LG G8 ThinQ. Das im Rahmen des Mobile World Congress neu vorgestellte Flaggschiff-Gerät vereint viele interessante Funktionen, die sich in der Praxis erstmal bewähren müssen. In manchen, anderen Punkten bleibt der Hersteller allerdings im Jahre 2018. Dafür spricht etwa der Fingerabdruck-Sensor der weiterhin rückseitig zu finden ist und nicht wie bei der Konkurrenz ins Display integriert wurde. Eine 3D-Gesichtserkennung ist ebenso nicht an Bord wie eine minimierte Notch. Letztere fällt ähnlich breit wie beim Vorgänger G7 ThinQ aus - beherbergt aber nun die ToF-Kamera, mit der die Zeit gemessen wird, die das ausgesendete Infrarotlicht benötigt, um von einem anvisierten Objekt wieder zurückzukommen. Das ermöglicht 3D-Modellierung am Smartphone und bessere Selfie-Aufnahmen, womit insbesondere Bokeh-Effekte profitieren sollen. Ein weiterer Einsatzzweck dieser Frontkamera sind Augmented-Reality-Anwendungen, wobei letztere nicht ganz so verbreitet sind.

Interessanter ist mit der ToF-Kamera ist die Gesichtserkennung und eine Art "Hand-ID". Mithilfe der Frontkamera kann die Hand des Nutzers gescannt werden - so können die Venen unter der Haut registriert werden. Hält der Nutzer also seine Hand vor die Kamera-Linse, dann kann dieser es dadurch entsperren. In der Praxis dürfte diese Entsperrmöglichkeit allerdings mehr Spielerei als tatsächlicher Nutzen sein.

Deutlich interessanter ist die sogenannte "Sound on Display"-Technik mithilfe derer der Bildschirm als Audioausgabegerät herhält. So wird der Ton über das Display ausgegeben, was für das G8 ThinQ bitter nötig ist. LG verbaut nämlich keine Lautsprecher am oberen Rand des Geräts. Apropos Display: Beim G8 ThinQ setzt LG auf ein OLED-Panel mit 6,1 Zoll im 19,5:9-Format. Mit dabei ist weiterhin ein Audio-DAC und  DTS-X-3D-Surround-Sound für eine optimierte Audio-Ausgabe über Kopfhörer. Letztere können weiterhin über einen 3,5-Millimeter-Klingenanschluss mit dem Gerät verbunden werden.

Kamera-Technisch setzt LG wie auch die Konkurrenz auf drei Linsen mit 16 (f/1.9, Ultra-Weitwinkel), 12 (f/1.5, Standard-Objektiv) sowie eine f/1.5-Knipse mit 12 Megapixeln und Tele-Objektiv. Hardwareseitig gibt es mit dem Snapdragon 855 den aktuellsten Qualcomm SoC, der mit 6 GB RAM und 128 GB Festspeicher kombiniert wird. Der Akku ist 3.500 mAh groß. Erscheinen wird das G8 ThinQ ab Werk mit Android 9 Pie zu einem ungewissen Zeitpunkt. Einen Preis hat LG auch nicht verraten.

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