5G-Netze: Weniger Strahlung durch mehr Antennen

5G ist in aller Munde und damit natürlich auch die Ängste der Bevölkerung: Oft wird die Strahlung als Gesundheitsproblem ins Feld geführt. Dem entgegnen aber Experten mit einem klaren Statement: Aufgrund der höheren Anzahl an Antennen wird weniger Strahlung abgesondert im Vergleich zu LTE.


5G hier, 5G da - Nutzer, die nicht allzu Hardware-versiert sind, haben Angst, dass der neue Mobilfunkstandard geundheitsgefährdend ist. Dieser Umstand wird von einem klaren Nachteil von 5G befeuert: Die Reichweite ist aufgrund des Frequenzbands in aller Regel geringer als bei LTE, es braucht also laut den Kritikern mehr Strahlung. Doch laut einem Experten ist genau das Gegenteil der Fall: Es werden laut Bernd Theiss, Leiter des Messlabors Testlab und Leiter von Test und Technik beim Magazin Connect zwar zum Teil deutlich mehr Funkzellen benötigt. Selbige aber müssen mit vielfach geringerer Leistung strahlen, was letztendlich auch die Belastung verringert.


Mit dem sogenannten Beamforming, das mit 5G häufig eingesetzt wird, sollen die Strahlen außerdem direkt auf das Empfangsgerät gerichtet sein. Nutzer, die beispielsweise ein 5G-funkendes Smartphones in der Hand halten, bekommen daher kaum Strahlung ab. Hinter Theiss steht auch das Bundesamt für Strahlenschutz: Man kann keine Risiken in Zusammenhang mit 5G erkennen, wird die Thematik aber in Zukunft weiterhin im Auge behalten. Kritiker wie der Berliner Prozessor Franz Adlkofer äußerte sich gegenüber dem rbb mit klaren Worten gegen 5G: Er fordert das Testnetz des Telekom in Berlin sofort aufzulösen und ist sich sicher, dass die entsprechende Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist.

Quelle: Golem

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