5G Modem: Apple setzt auf Qualcomm statt Intel

Aufgrund der Rechtsstreitigkeiten war nicht sicher, ob Apple sich für Qualcomm in den kommenden Endgeräten entscheiden wird oder doch Intel den Zuschlag bekommt. Offenbar steht nun fest: Es wird Qualcomm, womit Intel wohl einen Verkauf der eigenen Mobilfunk-Modemsparte erwägt.


Die Verhandlungen liefen gut für Intel: Denn Apple und Qualcomm lieferten sich einen Rechtsstreit - Ausgang ungewiss. Doch nun haben sich Qualcomm und Apple geeinigt, was nicht so gut für Intel ist. Denn der Vertrag mit Apple kam nicht zustande, es wurde am Ende doch Qualcomm und die Erwägungen Apples Netz-Hardware von Intel in den kommenden iPads und iPhones zu verbauen sind nicht mehr aktuell. In diesem Monat nämlich haben sowohl Apple, als auch Qualcomm einvernehmlich angekündigt, dass man eine Partnerschaft eingehe und sämtliche Rechtsstreitigkeiten ad acta gelegt werden. Das ist ein herber Schlag für Intel und ein Grund dafür sich von der eigenen Mobilfunkmodemsparte zu trennen. Aktuell sucht der Chip-Riese einen Käufer für das Segment, das offenbar mehrere Milliarden US-Dollar schwer ist.

Mit den Gerüchten darüber hat Intel außerdem angekündigt sich aus dem Geschäft mit Mobilfunkmodems zurückzuziehen. Ursprünglich war geplant, dass das erste iPhone mit 5G-Technik mit dem Intel-Modem XMM 8160 kommt, stattdessen wird nun Qualcomm-Technik zum Einsatz kommen. Der Rückzug aus dem Mobilfunksegment hat aber nicht zur Folge, dass Intel gänzlich keine 5G-Technik herstellen will. Weiterhin bleibt der Hersteller im Bereich Notebooks aktiv, denn für diese Geräteklasse sind auch 5G-Modems vonnöten, die man künftig anbieten will. Allerdings wartet auch hier ein starker Konkurrent: Qualcomm ist nämlich auch dort vertreten.

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