Tegra 4i: Nvidia präsentiert neuen Mobilprozessor mit LTE-Unterstützung

Bereits auf der diesjährigen CES in Las Vegas hat die Chip-Schmiede Nvidia den jüngsten Mobilprozessor in Form des Tegra 4 enthüllt. Allerdings war zum Erstaunen vieler Experten weiterhin kein LTE-Modul implementiert. Versprochen hat der kalifornische Hersteller jedoch, eine entsprechende Variante im nachhinein zu präsentieren, was man mit dem Tegra 4i tatsächlich einhielt: Ein Tegra-4-Prozessor mit integriertem 4G-Modul.


Quelle: Xbitlabs

Mit dem Tegra 4i hat Nvidia nun den LTE-Ableger der hauseigenen, aktuellsten Mobilprozessorgeneration vorgestellt. Das unter dem Namen "Project Grey" entwickelte Produkt, wurde durch das eigens entwickelte Soft-Modem i500 erweitert. Weiterhin kommt das bereits bekannte Companion-Core-Prinzip zum Einsatz, bei dem ein Rechenkern für weniger intensive Rechenaufgaben bereitsteht, um den Stromverbrauch zu verringern und schließlich die Akkulaufzeit zu erhöhen. Ansonsten kann der Tegra 4i mit maximal 2,3 Gigaherz takten und basiert auf ARMs Cortex-A9-R4-Architektur.

Einige Einschnitte musste Nvidia jedoch vornehmen: Die GPU des i-Ablegers setzt auf 60, anstatt wie beim Tegra 4 auf 72 Kerne. Ferner unterstützt der neue LTE-Chip maximal zwei Gigabyte RAM. Der Tegra 4 hingegen kann ganze vier Gigabyte adressieren. Zusätzlich ist es dem hier vorgestellten Prozessor unmöglich 4K-Inhalte anzusteuern. Maximal ist eine Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln realisierbar. Trotz des Zusatzmoduls, fallen die Ausmaße des gesamten SOCs jedoch geringer aus: 12 x 12 Millimeter ist der Tegra 4i groß, während das leistungsstärkere Derivat ohne 4G-Funktion 14 x 14 Millimeter misst. Allerdings sind beide, auf den ersten Blick unterschiedlichen Chips, im gleichen Fertigungsverfahren - also 28 Nanometern - produziert worden. So kommt auch der jüngst vorgestellte SOC mit der Computational-Photography-Architektur (Chimera) daher, die einen signifikanten Performance-Vorteil bei HDR-Fotoaufnahmen bringt. 

Laut Hersteller kann das LTE-Modem per Firmware-Update in seiner Leistung verbessert werden. Jedoch wird das im Tegra 4i zum Anfang Transferraten von 150 (Download) sowie 50  (Upload) Megabit pro Sekunde erreichen können. Neben dem neuen Datenfunkstandard wird natürlich auch HSPA+ mit 42 Megabit pro Sekunde unterstützt. Nvidia plant eigenen Angaben zufolge das neue Produkt auf dem MWC in der nächsten Woche vorzustellen. Ob zu diesem Zeitpunkt auch gleich neue Geräte der Öffentlichkeit präsentiert werden, ist wie der Marktstart von Smartphones und Tablets, die auf den neuen Tegra 4i setzen, nicht bekannt.

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