Rechtsstreit: AMD wegen der Bulldozer-Prozessoren angeklagt

Um die Aufmerksamkeit von potentiellen Kunden zu erlangen, rühren sämtliche Unternehmen aktiv die Werbetrommel. Dass jedoch nicht jedes Produkt der Werbung entspricht, beweist der jüngste Rechtsstreit, in dem sich AMD befindet. Der amerikanische Prozessor-Gigant wurde nämlich von Tony Dickey wegen der fälschlichen Vermarktung der Bulldozer Achtkern-Prozessoren verklagt, welcher tatsächlich nur ein Vierkerner sein soll.


Quelle: legalnewsline

2011 kündigte AMD eine komplette Runderneuerung der Architektur der hauseigenen Prozessoren an, welche die Leistungs-Dominanz garantieren sollte. Unter dem Namen Bulldozer wurden mehrere Produkte vorgestellt, von denen der Größte als Achtkerner deklariert wurde. Heute lassen sich die Vishera-Modelle der 8000er-Reihe ebenfalls als 8-Kern-Modelle vermarkten. Tony Dickey ist jedoch davon überzeugt, dass es sich hierbei um einen Schwindel handelt, da die acht Threads nicht gleichzeitig ausgeführt werden können. Mit der Hilfe der Edelson PC Kanzlei soll AMD durch das kalifornische Gericht zu Schadensersatz sowie Strafzahlungen verdonnert werden. 

In der Theorie soll laut Dickey ein Modul jeweils einen Kern repräsentieren. Eine Brücke zu den kleineren Prozessoren wird jedoch nicht geschlagen. Daher soll es sich bei dem angeblichen Achtkerner um einen tatsächlichen Vierkerner handeln. Schlussendlich kann der Sachverhalt nur von der genauen Definition eines Kerns geklärt werden. Sobald wir weitere Informationen über Rechtsstreit haben, werden wir hier darüber berichten.

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