Mindfactory: AMD verkauft deutlich mehr Prozessoren als Intel

AMD baut die Führung aus: Anhand eines Reddit-Posts des Users Ingebor ist klar zu sehen, dass zumindest beim großen, deutschen Online-Händler Mindfactory AMD mit großem Abstand deutlich mehr Prozessoren verkauft als Intel. Viel verkaufen heißt aber nicht gleich viel verdienen, wie die Zahlen außerdem zeigen.


In regelmäßigen Abständen geraten Präsentationsfolien des Online-Händlers Mindfactory an die Öffentlichkeit, die interessante Details zu den anteiligen Absätzen der beiden Chip-Unternehmen offenbaren. Kunden haben für den Spiele- oder Arbeitscomputer oft nur die Wahl zwischen Intel und AMD, weshalb sich die Folien auf diese beiden Hersteller beziehen. In dieser Statistik hat AMD schon seit vergangenen September die Oberhand und konnte die Führung nun im Zeitraum von April 2018 bis Mai 2019 auf satte 66 Prozent Anteil an allen verkauften Prozessoren ausbauen. Dementsprechend steht Intel mit 33 Prozent Umsatzanteil deutlich schlechter dar.



In der besten Zeit rund um Weihnachten und die Zeit davor lag AMD mit 69 Prozent Anteil sogar noch weiter an der Spitze. Doch ein hoher Anteil an den verkauften CPUs insgesamt bedeutet nicht gleichzeitig einen hohen Umsatz: Zwar hat Intel auch hier ordentlich eingebüßt, doch mit einem Rückstand von nur zwei Prozent am Gesamtumsatz gegenüber AMD ist man dem Underdog dicht auf den Fersen. Als AMD im Frühjahr 2018 hinter Intel lag, konnte Mindfactory über letzteres Unternehmen 20 Prozent mehr Umsatz generieren. Nun liegt AMD mit zwei Prozent Vorsprung an der Front, trotz mehr als doppelt so vielen verkauften Prozessoren. Das liegt wohl am durchschnittlichen Verkaufspreis: Mindfactory verkauft eine AMD-CPU mit durchschnittlich 170,19 an den Kunden, bei Intel zahlen die Kunden mit 313,36 erheblich mehr pro verkauftem Modell. Interessant ist, wie Kunden die neuen Zen 2-CPUs der Ryzen 3000-Serie aufnehmen und ob AMD damit seinen Vorsprung weiter ausbauen kann. Am Ende zählt das Gesamtpaket und mit der Vorstellung der aktuellsten Ryzen-Serie hat AMD gezeigt, dass man ein durchaus heißes Eisen im Feuer hat. 

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