Kopf ab: AMDs Threadripper ohne Haube zeigt Epyc mit deaktivierten Einheiten

Um AMDs Threadripper gibt es weiterhin Geheimnisse, welche allmählich mit nahendem Release gelüftet werden. Klar ist nach dem Entfernen des Heatspreaders auch, dass der Chip-Riese auf den identischen Grundaufbau wie bei den Server-CPUs Epyc setzt.


Quelle: Youtube der8auer

Die Threadripper-CPUs von AMD sind etwas, auf das Enthusiasten warten. Schließlich gibt es mit entsprechenden Produkten bald im HEDT-Markt Konkurrenz für Intel. Damit AMD konkurrenzfähig sein kann, wird man dafür auch keine oder genau genommen wenige Kompromisse eingehen. Denn das Köpfen zeigt, dass man bei Threadripper prinzipiell auf Epyc setzt, allerdings einige Einheiten deaktiviert. Will heißen: Anders als zunächst angenommen sind auf dem PCB insgesamt vier Zeppelin-Dies aufgelöstet, womit der grundlegende Aufbau eins zu eins dem der Epiyc-Prozessoren entspricht. Gedrückt wird damit unter anderem der Produktionsaufwand, denn der Hersteller spart damit Fertigungsschritte und letztendlich Kosten.

Diese und weitere Erkenntnisse stammen vom Profi-Übertakter Roman Hartung, auch bekannt unter "der8auer". Er hatte die Möglichkeit eine Threadripper CPU zu köpfen. Bestätigt wird damit auch, dass AMD die Heatspreader verlötet. Die angebenen Eckdaten von Threadripper - auch wenn jetzt der Aufbau den Epyc-CPUs gleicht - stimmen allerdings. Denn zwei der Dies werden aktiviert auch genutzt, die übrigen beiden sichtbaren haben allerdings keine Funktion. Um jedoch beispielsweise den Threadripper 1920X mit 12 Kernen zu realisieren geht AMD mit dem Laser an einem Die vor und kappt einen CPU-Complex (CCX). All das scheinen logische Schritte zu sein: Kosten werden gespart, die Produktion an sich relativ vereinfacht und darüberhinaus kann eine Art Resteverwertung stattfinden, bei der fehlerhafte Epyc-Chips mit weniger Kernen als Threadripper umfunktioniert werden.

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