Intel Xeon Phi: Coprozessor-Steckkarten vorgestellt

Nicht nur Nvidia und zeigen auf der Supercompute-Konferenz in Salt Lake City die neusten Hochleistungsrechenwerke, auch Intel ist mit am Start. Der Chip-Gigant präsentiert dort den Larabee-Nachfolger in Form von Coprozessor-Steckkarten die auf den Namen "Xeon Phi" hören und mit über 60 Rechenherzen aufwarten können.


Neben Nvidias Tesla K20(X) und der AMD FirePro S10000, kann auch Intel mit einer besonderen Schöpfung auf der SC12 in Salt Lake aufwarten: Das Unternehmen präsentiert auf dieser Konferenz die Xeon-Phi-Steckkarten, die als Coprozessoren für den Einsatz in Servern und Supercomputern in Kombination mit Xeon-Prozessoren gedacht sind. Vor einiger Zeit als Larabee gehandelt, können die mit dem Codenamen "Knights Corner" betitelten  Modelle mit einer enormen Rechenleistung von über einem Teraflop bei doppelter Präzision aufwarten. Dabei implementiert Intel bis zu 61 Rechenkerne im Chip, der mit einem Takt von 1,1 Gigahertz arbeitet. Zudem befinden sich satte acht Gigabyte GDDR5-Speicher mit ECC-Fehlerkorrektur auf der Platine. Dieser ist mit effektiven 5,5 Gigahertz getaktet, wodurch eine maximale Speicherbandbreite von 384 GB/s erreicht wird. Um auch intensive, parallele Workloads schnell bearbeiten zu können, packt der Hersteller noch 30,5 Megabyte L2-Cache in Xeon Phi. Die maximale Leistungsaufnahme wird dabei mit 300 Watt angegeben. Dies alles gilt für die beiden Special-Editions mit der Bezeichnung "SE10P" und "SE10X", welche die absolute Speerspitze im Portfolio bilden.

Deutlich sparsamer, aber nur unwesentlich langsamer, geht der konventionelle 5110P-Ableger zu Werke: Mit einem Takt von 1.053 Megahertz und 60 Kernen, werden 1.011 Gigaflops erreicht. Auch diesem Modell stehen ein 30 Megabyte großer L2-Cache und acht Gigabyte GDDR5-Speicher zur Seite. Letzterer arbeitet effektiv mit fünf Gigahertz und bietet so eine Bandbreite von 320 GB/s. Trotz der hohen Performance gibt Intel die TDP mit lediglich 225 Watt an.

Im ersten Halbjahr 2013 sollen weitere Xeon-Phi-Versionen als 3100-Series folgen, die sich in Sachen Leistung deutlich unter dem 5110P einreihen. Weitere Details zu den schwächeren Modellen behält Intel für sich.

Xeon Phi nutzt die x86- sowie die Vektorarchitektur und wird damit zum direkten Konkurrenten von Nvidias Tesla K20. Die ersten dieser Steckkarten kommen im Januar 2013 im Stampede-Rechner zum Einsatz, der im Texas Advanced Computing Center (TACC) gebaut wird.

Für Spieler bleibt Larabee respektive Xeon Phi weiterhin uninteressant, da preislich um die 2.000 US-Dollar veranschlagt werden.

Anzeige