Fertigungsverfahren: Intel bis 2019 mit 14nm - AMD bereitet 7nm-Fertigung vor

Verschoben und immer wieder verschoben: Intel bekommt die 10nm-Fertigung nicht in den Griff. Konkurrent AMD hingegen bereitet demnächst erste Chips mit 7nm vor, während der Marktführer auch die neunte Core i-Generation Whiskey Lake in 14nm fertigt - ein Ende ist erst im nächsten Jahr in Sicht.


Quelle: TechPowerup

Die 10 Nanometer-Fertigung macht Probleme - das ist hinlänglich bekannt. Die Schwierigkeiten scheinen doch größer zu sein als noch vor einigen Jahren vermutet wurde. Immerhin hat Intel laut einer älteren Roadmap schon im Jahre 2015, also vor 3! Jahren, erste Prozessoren im entsprechenden Fertigungsprozess in Aussicht gestellt. Jetzt, im Jahre 2018, ist man offenbar immer noch nicht soweit. Die 14 Nanometer-Fertigung wurde immer weiter aufgebohrt, Broadwell als erste Generation steht, dem folgten dann Skylake, Kaby Lake und Coffee Lake - Whiskey Lake setzt ebenfalls auf ein optimiertes 14nm-Verfahren und ist demnach nicht für den nächsten Schritt bereit. 

Die neue Core i-Generation als neunte Iteration steht in den Startlöchern und wird offenbar das Unternehmen ins nächste Jahr bringen. Acht Kerne werden zum Mainstream - damit zieht Intel zumindest in der Kernanzahl gleich, die Leistung wird entsprechend steigen. Hinzu kommen neue HEDT-Ableger mit mehr Kernen - bei 28 Cores ist allerdings Schluss. AMD hingegen plant bereits mit ersten 7nm-Prozessoren noch in diesem Jahr und hat einen Technologievorsprung - der wird sich sehr wahrscheinlich mit der dritten Ryzen-Generation fortsetzen. Intel bleibt nichts anderes als dem zuzusehen - erste CPUs in 10nm-Fertigung werden erst im nächsten Jahr kommen. Es bleibt spannend im Rennen um die CPU-Leistungskrone.

Issam Ammour

Datum:
27.07.2018 | 11:05
Rubrik:
prozessoren
Tags:
10nm 7nm amd cpu fertigung intel prozessor shrink

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