AMD Ryzen 3000: Tester sind von Leistungsfähigkeit überzeugt - In Games schnell, in Anwendungen schneller

Mit der neuen Ryzen-Generation holt AMD zum dritten Angriff auf den Marktführer Intel aus - und der Angriff hat es in sich. In Summe sind sich die Tester einig: Die Leistung in Spielen ist nun der Konkurrenz ebenbürtig - in Anwendungen ist man noch besser aufgestellt. Der Verbrauch ist positiv hervorzuheben. Insgesamt bringen sämtliche Ryzen-Prozessoren ein rundum solides Preis-Leistungsverhältnis mit.


Im Jahre 2017 hat AMD den Siegeszug begonnen, konnte aber nicht auf ganzer Linie überzeugen: Die ersten Ryzen-Prozessoren sind schnell und eine Alternative, den erhofften Durchbruch hat man damals allerdings nicht erreicht. Der Grund: Es mangelte schlichtweg an der IPC und am Ende auch an der Spiele-Leistung. Jetzt, zwei Generationen später, ist man da, wo man sein möchte: Ryzen 3000 überzeugt die deutschen Tech-Reviewer auf ganzer Linie. Nach vielen Jahren hat man nun den Anschluss an den Marktführer Intel, wobei Anschluss untertrieben wäre. Für das Geld liefern die von vielen Kollegen getesteten CPUs Ryzen 9 3900X sowie Ryzen 7 3700X eine beeindruckende Leistung ab - in Anwendungen spricht in entsprechenden Preisbereichen nichts mehr für Chips aus dem Hause Intel und selbst in Gaming-Tests ist der Abstand zu den Blauen mit niedrigen einstelligen Prozentpunkten - wenn überhaupt - absolut zu vernachlässigen. Die 7nm-Fertigung tut da ihr Übriges, womit im Mittel die neuen Ryzen-Prozessoren im Vergleich zu den Intel-Gegenstücken als klarer Sieger hervorgehen.


Wie immer gibt es in bestimmten Titeln Ausreißer nach oben und unten hin - in Anwendungen ist die Stellung der Ryzen-CPUs klar: Man kann es unter anderem mit Ablegern für die X299-Plattform aufnehmen und das zu einem Preis, der einen Bruchteil dessen ausmacht, was Intel für die eigenen Produkte verlangt. AMD schafft es mit insgesamt geringerem Takt Intels 5 Ghz CPU Core i9-9900K stark unter Druck zu setzen - selbst der 349 Euro teure Ryzen 7 3700X liefert in Anbetracht des Gesamtpakets gegenüber dem Achtkerner Core i9-9900K ein deutlich überzeugenderes Bild ab. Spezifiziert ist der Ryzen 7 3700X mit einer TDP von 65 Watt, der Core i9-9900K kommt im Vergleich dazu auf eine TDP von 95 Watt - dazu sitzt der AMD-Prozessor auf einer aktuellen Plattform mit PCI-Express 4.0, die außerdem abwärtskompatibel ist. Man kann den neuen Prozessor also auch auf einem X370- oder X470-Mainboard betreiben, vorausgesetzt die Hersteller liefern ein aktuelles BIOS aus. Das letzte Wort ist jedoch nicht gesprochen: Es wird mit dem Ryzen 9 3950X das wahre AM4-Flaggschiff erwartet, das mit 16 Kernen am oberen Ende mit noch höherem Takt pro Kern die Messlatte noch etwas höher legt. Wer eine Spieler-CPU kauft, hat nach Jahren der Intel-Dominanz nun endlich die Wahl zwischen zwei mindestens ebenbürtigen Konkurrenten.

Quelle: ComputerBase, HardwareLuxx, Golem, TomsHW Deutschland (auch Bildquelle)

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