Monitore mit 1000ppi: Wissenschaftler forschen mit Graphen

Sogenannte Graphen - zusammengefasst ein ultraleichtes Kohlenstoff-Material - könnten möglicherweise die aktuelle Display-Technik in Monitoren ablösen. An der niederländischen Delft Universität forschen Wissenschaftler momentan an mechanischen Graphen- Sensoren.


Quelle: Techpowerup

An der Delft Universität in den Niederlanden experimentieren Wissenschaftler aktuell mit Membranen, welche aneinandergereiht als Displays fungieren könnten. Die Membrane sind lediglich zwei Atome dick, umgeben von 13 Mikrometer großen, luftgefüllten Hohlräumen mit Silikonoberfläche (Silikonoxid). Dieses Gebilde ist nochmal eingefasst in einer doppelten Schicht aus Graphen. Beim Beobachten dieser Proben bemerkten die Forscher, dass sich die Farbe der Membran ändert - je nach Luftdruck im Inneren der Membrane biegt sich die Oberfläche konvex oder konkav. Dadurch ändert sich auch der Brechungsindex des Lichtes, welches hindurchwandert und damit die Farbe, die wir sehen können. Anfangs waren die Forscher noch enttäuscht über das vorliegende Ergebnis, weil es doch sehr unerwartet war.

Bis ihnen jedoch der Gedanke kam, eine völlig andere Richtung der Forschung einzuschlagen: Mechanische Pixel. Vermutungen zufolge könntenzukünftige Monitore weitaus flexibler, energieeffizienter und langlebiger sein als die heutige LED-Technologie es erlaubt. Allerdings betonen die Forscher, dass die Entwicklung dieser Technologie noch komplett am Anfang steht. Es ist noch nicht abzusehen, wie sich die Bildqualität entwickelt oder wie teuer und aufwändig die Massenproduktion einer solchen Technologie sein wird.

Mit dem momentanen Stand der Entwicklung könnte es jedoch möglich sein, ein Panel zu konstruieren, welches mit über 1000ppi auflöst. Das wäre mehr als das fünffache der Pixeldichte von heutigen Monitor-Displays. Es dürfte also interessant bleiben, ob die aktuelle Panel-Technik in geraumer Zeit tatsächlich durch Alternativen abgelöst werden könnte.

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