Rückschritt: Intels H310C wird nun in 22nm statt 14nm gefertigt

Lieferengpässe hier, die Konkurrenz da. Die Situation bei Intel bleibt weiterhin angespannt. Mit Blick auf die Ereignisse in den letzten Wochen ist der Schritt hin zurück zum 22nm-Fertigungsverfahren beim Einsteiger-PCH H310 keine Überraschung.


Quelle: TomsHardware

Intel macht eine Rolle Rückwärts: Im vergangenen April hat man mit dem H310 sowie dem H370 und B360 neue Chipsätze vorgestellt, die allesamt auf das fortschrittlichere 14nm-Fertigungsverfahren setzen. Doch das brachte mehrere Probleme mit sich. Denn die Produktion von Prozessoren der aktuellen Serie setzt auf eben jene Litographiestufe - die Kapazitäten sind knapp geworden. Um etwas Luft zu schaffen scheint Intel nun den Einsteiger-PCH zu degradieren: Aktuellen Infos zufolge soll der H310 als H310C, respektive H310 2.0 vertrieben werden. 

Erste Platinen der Baureihe sind bereits vom Band gelaufen und dürften den Handel demnächst erreichen. Prinzipielle Unterschiede bei der Ausstattung wird es dabei nicht geben. Aufgrund der älteren Fertigungsstufe wird wohl der Energieverbrauch etwas höher ausfallen. Wann und ob Intel überhaupt weitere Konsequenzen aus den Lieferengpässen ziehen wird, bleibt abzuwarten. In der Vergangenheit hat Intel mit einer einfachen, aber nachvollziehbaren Strategie einen Lieferengpass vermeiden können: Prozessoren waren bei der Fertigungsstufe immer eine Generation aktueller als die dazugehörigen Chipsätze. Alle Chips gleichzeitig dem aktuellen Fertigungsverfahren anzugleichen hat die Probleme nun hervorgerufen. Der lange verzögerte, weil nicht marktreife 10nm-Start wäre nun das nächste Übel, das der Marktführer in Angriff nehmen muss.

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