Produktionsstopp: PlayStation Vita hat das Produktlebensende erreicht

Die hierzulande eher mäßig erfolgreiche Handeld-Konsole PlayStation Vita von Sony wird nicht mehr produziert. Schon vor etwa vier Jahren hat Sony bereits angekündigt, keine neuen Spiele zu produzieren - bis dahin veröffentlichte Titel will man hingegen bis zum 31. März 2019 vertreiben. Kurz gesagt: Der PlayStation Vita wird in Kürze komplett der Stecker gezogen.


Die im Jahre 2011 erstmals auf den Markt gebrachte PlayStation Vita hat sich hierzulande aus diversen Gründen nicht nennenswert durchsetzen können. Die Plattform konnte zwar mit interessanten Titeln in der Nische überzeugen, den von Sony und den Spieleentwicklern erhofften Durchbruch hatte die Handheld-Konsole nie geschafft. Denn der Release-Zeitpunkt war äußerst ungünstig: Smartphones eroberten damals die Märkte und Spiele auf den Mobiltelefonen sind gerade schwer im Kommen. Spieler haben es aus diesem Grund nicht eingesehen ein weiteres Gerät mitzuführen, wo auf der anderen Seite der tägliche Begleiter, das Smartphone, immer dabei ist. Dann gab es noch Störfeuer vom direkten Konkurrenten Nintendo: Die 3DS war aufgrund vieler, beliebten Franchises ein Verkaufsschlager, während Sonys PS Vita immer mehr in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. So habe Sony ein Verkaufsziel von 10 Millionen Geräten zum Ende des Fiskaljahres 2013 angegeben - tatsächlich verkauft habe man mit etwa 4,5 Millionen Geräten nicht einmal die Hälfte. 

Das ganze Schreckenszenario im Fall PS Vita setzt sich für Sony die nächsten Jahre fort: Insgesamt ist die mobile Konsole 16 Millionen Mal über die Ladentheke gewandert - weltweit, wohlgemerkt. Dagegen sieht die ältere PlayStation Portable wie ein Verkaufsschlager aus: Hier konnte Sony 80 Millionen Einheiten absetzen, die zur gleichen Zeit von Nintendo vertriebenen Handhelds sind mit 74 Millionen Geräten sogar etwas weniger verkauft worden. Die Idee einer Handheld-Konsole in aktueller Form hat Nintendo mit der rund zwei Jahre alten Switch auf die Spitze getrieben und damit großen Erfolg: Innerhalb der ersten zwei Jahre haben die Japaner um Nintendo 33 Millionen Geräte absetzen können - heiß erwartete Titel sollen der Kalkulation Nintendos zufolge die Geräteverkäufe weiter ankurbeln.

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