Oculus Quest: Standalone-Headset kommt im nächsten Frühling für 399 US-Dollar

Die Facebook-Tochter Oculus will im nächsten Frühjahr mit der Quest ein neues VR-Headset ins Rennen schicken. Die wohl größte Besonderheit liegt in der Ausführung: Bei der Quest handelt es sich um ein autarkes System, das weder Smartphone noch PC zum Betrieb benötigt.


Wer regelmäßig auf dem aktuellsten Stand ist, wird sicherlich vom Projekt Santa Cruz gehört haben, das Oculus hier und da mal auf Keynotes erwähnt hat. Nun, einige Jahre später, ist das Projekt serienreif und erscheint im kommenden Frühjahr als Oculus Quest. Im Rahmen des Oculus Connect 5-Events wurde das Standalone-VR-Headset erstmals als fertige Lösung präsentiert. Um den Betrieb, losgelöst von Kabeln und weiteren Geräten, zu gewährleisten, verfügt das Quest natürlich intern über sparsame Hardware: Als Herzstück dient das ehemalige Smartphone-SoC-Topmodell in Form des Qualcomm Snapdragon 835. Angaben zum Arbeitsspeicher gibt es nicht, der interne Speicher für Daten ist 64 GB groß.

Je Auge bietet die Oculus Quest auf der Bildfläche eine Auflösung von 1600 x 1440 Pixeln - eigentlicher Selling Point ist allerdings das echte Hand-Tracking der Quest. So können simple, natürliche Bewegungen in der VR-Welt umgesetzt werden, was bisher mit vergleichbaren Lösungen nicht möglich war. Ebenfalls aufgebohrt hat Oculus die Erfassung von Kopfbewegungen: Die Quest beherrscht sechs Achsen, während die einfachere Oculus Go etwa nur drei Achsen zuverlässig erfassen kann. Die Raum-Orientierung realisiert der Hersteller mit vier Weitwinkel-Kameras außen an der Brille - beim Design sowie dem Display ähnelt die Quest in vielen Punkten der preiswerten Oculus Go. Wie sich die Quest in der Praxis schlägt, bleibt abzuwarten - wirklich schnelle und besonders fordernde Games dürften dem Smartphone-SoC durchaus zu schaffen machen.

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