Neuer Apple Mac Pro kommt im Herbst ab 5.999 US-Dollar

Im Rahmen des WWDC hat Apple mit dem neuen Mac Pro eine neue, modulare Workstation vorgestellt. Mit dem neuen System distanziert sich Apple vom bisherigen Ansatz des Zylinder-Gehäuse und verpackt die aktuellste Workstation nun in einem handelsüblicheren Tower, der in bester Ausstattung unter anderem mit gleich zwei Radeon VII mit jeweils zwei Chips pro Platine kommt.


Apples Mac Pro bekommt einen Nachfolger: Im Rahmen des WWDC zeigt das Unternehmen aus Cupertino die aktuellste Workstation-Idee aus dem eigenen Hause und verabschiedet sich hiermit auch gleich vom oft kritisierten Zylinder-Aufbau. So kommt der neue Mac Pro im klassischen Tower-Gewand und vereint mitunter schnelle Hardware für professionelle Anwender. Abermals gibt Apple Intel den Vortritt und verbaut Xeon-CPUs mit bis zu 28 Kernen, wobei der Hersteller nicht konkreter wird. Gemeint ist damit offenbar der Intel Xeon W-3275 (Cascade Lake), der mit einer TDP von 205 Watt daherkommt, sich aber im Falle des Mac Pro laut Apple auch bis zu 300 Watt genehmigen darf. Soll es preiswerter sein, dann wird ein Xeon-Prozessor mit acht Kernen herhalten - auch hier ist Apple nicht ganz so deutlich, was das genaue CPU-Modell angeht. Hinsichtlich des Prozessors können im Konfigurator überdies auch Modelle mit 24, 16 sowie 12 Kernen ausgewählt werden. Den Prozessor unterstützen in jedem Fall mindestens 32 GB Arbeitsspeicher - möglich sind hier höchstes 1,5 RAM.

Die Grafikbeschleinigung wird über eine neue eingeführte GPU realisiert. Apple setzt im besten Fall auf zwei GPUs auf einem PCB und zwar auf eine Vega GPU, die mit jeweils 32 GB HBM2-RAM je Chip daherkommt. In Summe wären das 64 GB HBM2-RAM bei "einer" Grafikkarte, sollen es gleich zwei sein bietet ein Mac Pro sogar 128 GB Speicher. In dieser Konfiguration schafft es der Mac Pro auf 56 TeraFLOPS GPU-Leistung - einfach nachgerechnet entspricht dies vier einzelner Radeon VII-GPUs, die im freien Verkauf erhältlich sind. Über die Taktraten hat Apple allerdings nichts verraten - möglich ist aber, dass die verbaute Grafiklösung mit dem vollen Chiptakt einer einzelnen Radeon VII kommt. Wenn das Budget etwas begrenzter ist: Apple bietet den neuen Mac Pro auch mit einer Radeon VII mit 32 GB HBM2-Speicher an, den Einstieg bildet hingegen eine Radeon Pro 580X.


Um die Hardware zu befeuern setzt Apple auf ein 1.400 Watt Netzteil. Apple betont im gleichen Zug, dass der neue Mac Pro dank mehrerer verfügbaren PCI-Express-3.0-Slots modular ist, also vom Nutzer flexibel auf die eigenen Wünsche anpassbar ist. Für die Verlässlichkeit verpasst Apple dem Mac Pro mit dem neuen Gehäuse auch ein deutlich leistungsfähigeres Kühlkonzept: Die Front lässt Frischluft über gleich drei dahinter rotierende Lüfter an die Hardware, dazu soll das Case dank Edelstahl-Aufbau in jeder Umgebung gut aussehen. Da es sich nicht um ein Standard-ATX-Gehäuse handelt, ist auch das Mainboard eine Eigenentwicklung.


Einen neuen Mac Pro von Apple können sich Interessenten im Herbst 2019 kaufen. Bereit halten muss man aber mindestens 5.999 US-Dollar (vor Steuern) für die Basis-Variante, die mit einem 8-Kern-Xeon, 32GB RAM, einer 256GB SSD und einer Radeon Pro 580X kommt.

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