Apple Mac Pro 2019: Proprietäre SSDs machen Aufrüstung umständlicher

Apples Mac Pro des Jahrgangs 2019 soll besonders modular sein, immerhin hat das der Hersteller stolz angekündigt. Allerdings wird jetzt klar, dass man das nicht komplett glauben darf: Bei der SSD nämlich soll auf ein eigenes System gesetzt werden: Module ohne Controller sind im neuen Mac Pro verbaut, die eine Aufrüstung durch den Nutzer nicht ohne Weiteres möglich machen.


Apples Workstation Mac Pro des Jahrgangs 2019 soll vieles anders als der Vorgänger machen. So hat der Hersteller aus Cupertino den Grundaufbau gänzlich verändert und sich fortan die Modularität auf die Fahnen geschrieben. Demnach sollen etwa der Arbeitsspeicher oder Erweiterungskarten einfach getauscht werden können. Mit dieser Ankündigung haben sich Interessenten natürlich die Hoffnung gemacht, dass dieses Versprechen auch auf SSDs zutrifft - wie jetzt bekannt wird ist das leider nicht der Fall sein. Wohl unter anderem aus Gründen der Gewinnmaximierung oder auch der Kompatibilität kann man nicht so einfach eine eigene M.2-SSD einbauen, denn Apple setzt auf proprietäre Flash-Datenträger ohne Controller. Der Nutzer muss, sofern er eine entsprechende SSD möchte, direkt bei Apple zum recht hohen Preis ab Werk ordern. Möglich sind mindestens 256 GB bis hin zu 4 TB (2x2 TB).



Mehr Freiheit hat der Nutzer indes bei der Grafikkarte und dem RAM: ECC-DIMMs mit einer Geschwindigkeit von bis zu DDR4-2933 MHz sind ohne Umwege lauffähig, dafür wird allerdings ein schnellerer Xeon-Prozessor vorausgesetzt. Doch zurück zur SSD-Problematik: Statt schnellere Flash-Datenträger im Steckkartenformat können SSDs alternativ auch die SATA-Anschlüsse oder die vorhandenen PCI-Express-Schnittstellen zur Einbindung weiterer Datenträger nutzen. Letztere Option bringt natürlich die höchste Geschwindigkeit, doch beiden Optionen kann Apple, aus welchen Gründen auch immer, keinen Riegel vorschieben.


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