United Internet unterstellt Fraunhofer „Propaganda für Microsoft“

Die Firma hinter GMX und web.de kritisiert eine Studie des Fraunhofer Institutes über Spamaufkommen von Freemail-Anbietern, wie wir vor einigen Tagen berichteten. Bei dem Freemailer Vergleich schnitt Yahoo, Microsofts Hotmail und Googlemail besonders gut ab, web.de und GMX lagen weit ab auf den letzen beiden Plätzen. "Die Untersuchungskriterien, die Microsoft mit dem Fraunhofer-Institut vereinbart hat, lassen jedoch vermuten, dass es sich hierbei weniger um eine seriöse Untersuchung, als vielmehr um Propaganda für Microsofts Hotmail handelt", sagte Michael d'Aguiar, Sprecher von United Internet gegenüber golem.de. Das Fraunhofer-Institut verheimlichte die Mitfinanzierung von Microsoft nicht, wies aber die Vorwürfe scharf zurück: "Bei der Beauftragung haben wir aber sehr darauf bestanden, dass wir absolut unabhängig agieren können. Entsprechend unseres Vertrags hat Microsoft uns in der Wahl von Methoden und Testkriterien nicht beeinflusst."


Quelle: golem.de

D'Aguiar wies darauf hin, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen der beiden deutschen E-Mail-Anbietern in keiner Weise berücksichtigt wurden. Im Gegensatz zu den US-Firmen Microsoft, Yahoo und Google ist United Internet gesetzlich verpflichtet, elektronische Post auch zuzustellen. "E-Mails, die unser Rechenzentrum erreichen, müssen den Empfängern auch zugestellt werden, während amerikanische Anbieter an dieser Stelle E-Mails ungefragt löschen."

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