iPhone 5: Kurz nach dem Launch-Event

Gerade ein paar Tage sind vergangen und immer noch herrscht ein riesen Wirbel rund um das nächste iPhone. In dieser News fassen wir kurz zusammen, was in den letzten zwei Tagen nach der Vorstellung noch so zum iPhone im Web kursierte: Vodafones Stellungnahme zu der Wahl der LTE-Frequenzen, Apple nahm Stellung zum Thema NFC, die Materialkosten des neuen iPhones wurden geschätzt und noch mehr wird in dieser News behandelt.


Bei der Vorstellung des iPhone 5 am 12. September wurde eine Folie gezeigt mit den Providern in Europa, die LTE unterstützen. Dabei fiel in Deutschland nur der Name der Telekom. Verwunderlich, denn auch Vodafone und O2 bieten bereits LTE an und bauen ihre Netzte stätig aus. Erst später mit der Angabe der technischen Daten, konnte man den Grund finden. Der LTE-Chip des iPhones unterstützt unter anderem die weniger gängige Frequenz von 1.800 MHz, welche in Deutschland nur die Telekom nutzt. Passend zu diesem Thema erklärte ein Vodafone-Sprecher den Kollegen von Golem:

"Warum die Entscheidung seitens Apple für den deutschen Raum auf eine Frequenz gefallen ist, die nur von wenigen tatsächlich nutzbar ist, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht. Es gibt ja unterschiedliche Modelle des iPhones. Sie hätten eines für die USA und eines für den europäischen Raum machen können, aber dann mit Frequenzen, die die Europäer, besonders im bevölkerungsreichsten Land der EU, tatsächlich nutzen könnten." 


Um den Grund zu erfahren, müssen wir wohl eine Stellungnahme Apples abwarten.

Zu dem Verzicht auf drahtloses Aufladen und die NFC-Technik, lieferte Apples Marketing-Chef Phil Schiller eine Stellungnahme. Laut Schiller sei NFC im neuen iPhone nicht nötig, da die neue App PassBook zum Verwalten von Tickets die Wünsche der meisten Kunden erfüllen würde. Auch ist er der Meinung, dass NFC momentane Probleme beim drahtlosen Bezahlen nicht lösen könne. Den Verzicht auf drahtloses Aufladen begründete er schlicht, dass der Nutzer keinen wirklichen geringeren Aufwand beim Aufladen besitzt, da er trotzdem ein Gerät an die Steckdose anschließen muss.

In der Zwischenzeit ist auch eine Auflistung der Materialkosten des neuen iPhone 5 aufgetaucht. Laut UBM Techinsights liegen die Materialkosten bei 167,50 US-Dollar, was um 35 US-Dollar höher ist, als beim Vorgänger - dem iPhone 4S. Grund sei unter anderem der teurere SoC (System-on-Chips), der im Apple Smartphone verbaut ist, um mehr Leistung zu liefern. Aber auch die erhöhten Kosten bei der Produktion des Displays sollte man nicht verachten. Diese Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da es sich um Schätzungen handelt und kosten, wie Entwicklung, Verpackung, Marketing und Logistik nicht enthalten sind.

Am 14. September war auch der Verkaufsstart des iPhones. Mit einem so großen Ansturm hat aber selbst Apple nicht gerechnet. Bereits am ersten Vorbestellungstag waren die Geräte vergriffen. Unter dem hohen Ansturm brachen die Webseiten der Mobilfunkanbieter zusammen. Inzwischen liegt die Lieferzeit bei zwei Wochen.

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