Zollstreit: Der USA-China-Disput lässt Grafikkartenpreise ansteigen

Nach dem Mining-Hype im Laufe dieses und des letzten Jahres hat sich die Lage auf dem Grafikkartenmarkt ziemlich entspannt. Zwar treibt Nvidia mit der neuen RTX-Serie die Preise gemessen an den Features schon weit nach oben, erschwinglich sind aber trotzdem viele, weitere Modelle. Doch die Freude über stabile, faire Preise könnte demnächst vorbei sein: Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China könnte die Preise wieder nach oben treiben.


Quelle: TechPowerup

Der US-Präsident Donald Trump legt sich mit allem an, auch einer der größten Volkswirtschaften wie China sind kein Grund führ ihn zurückzustecken. Nach dem auf chinesische Importe im dreistelligen Milliardenwert zusätzliche Zölle erhoben werden, könnte der Konsument am Ende wohl der Leidtragende sein. Als Folge des Streits zwischen China und den USA ziehen die Hersteller die Reißleine: Da die Gewinnmargen weiterhin möglichst hoch bleiben sollen, werden die zusätzlichen Kosten an den Kunden weitergegeben. Letzteres allerings nur zu einem gewissen Grad, denn die Grenze scheint offenbar erreicht zu sein: Erste Boardpartner lagern die Produktion aus China in andere Länder aus - das betrifft sowohl Grafikkarten aus dem Hause AMD, wie auch Nvidia.

Als weitere Produktionsstandorte sind aktuell Taiwan sowie Mexiko im Gespräch: Die genannten Standorte eigenen sich wegen dem niedrigen Miet-, Lohn-, und Steuer-Niveau zum kostensparenden produzieren von Hardware, was die Preise dann wieder "normal" werden lässt. Allerdings dürfte sich der Standortwechsel nicht von heute auf morgen auf die Preise auswirken. Das ist ein Prozess, der über Monate oder gar Jahre geht, ehe der Endkunde davon etwas mitbekommen. Absehbar ist wohl demnächst aus den genannten Gründen ein Preisaufschlag auf Grafikkarten von schätzungsweise fünf bis zehn Prozent möglich.

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