RTX 2080 (Ti): Overclocking bringt nicht viel - Mehrverbrauch übersteigt Mehrleistung deutlich

Am gestrigen Sonntag hat der Profi-Übertakter Roman Hartung (Der8auer) interessante Erkenntnisse zum OC-Verhalten von Turing offengelegt. In seinem jüngsten  Youtube-Video hat der Experte festgehalten, dass die neuen RTX-GPUs von Nvidia im sogenannten "Sweetspot" arbeiten, weshalb mehr ein manuelles Übertakten zwar mehr Leistung bringt - dafür aber der Mehrverbrauch in starker Unverhältnismäßigkeit dem gegenübersteht.


Quelle: Youtube / Der8auer

Extrem erhöhter Stromverbrauch, wenn etwas mehr Takt angelegt wird: Diese Erkenntnis hat der Youtuber und Profi-Overclocker Roman Hartung in seinem jüngsten Video festgehalten. Wer mehr aus seiner RTX-Nvidia herauskitzeln möchte, muss also den Speicher sowie niedrigere Temperaturen im Fokus haben. Das Ganze ist natürlich eher schlecht für Boardpartner, die viel und oft mit erhöhten Taktraten ihrer eigenen Designs werben. Selbst der weitere Sellng-Point, nämlich die Temperaturen, fallen mit den rundum besseren Founders Edition-Kühler schon ab Werk aus. Abhilfe schafft auch ein erhöhtes Power Target kaum: Erhöht der Nutzer manuell die höchste zulässlige Leistungsaufnahme, dann steigt die Taktfrquenz an sich kaum.

In der Praxis zeigt Hartung auch eine Szene: Mit einem Aufbau konnte der RTX 2080 Founders Edition kontrolliert mehr elektrische Energie zugeführt werden. Der Takt konnte auf 2,1 GHz angehoben werden - der Verbrauch stieg damit um exorbitante 35 Prozent auf nun 242 Watt, statt der üblichen 180 Watt. Der Takthebel ist also beim Chip stark begrenzt, während ein weiteres Dilemma die Board-Partner plagt. Nvidia unterbindet den Partnern das Werksübertakten des Speichers, da bereits ab Werk beide neuen RTX-Ableger mit effektiven 14.000 Megahertz deutlich schneller gegenüber einer GTX 1080 Ti (11.000 Megahertz) arbeiten. Wer es extrem mag, kann die Turing-GPU auf unter 0 Grad Celsius kühlen: Im Versuch konnten so mit erhöhter Spannung 2,3 GHz Chiptakt erreicht werden. Das bedeutet ein Leistungsplus von rund 20 Prozent - doch der Verbrauch stieg mit 50 Prozent gegenüber dem Standard unverhältnismäßig stark an.

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