Radeon HD 7700/7800/7900: Weitere Details zur AMDs kommenden Southern-Island-Grafikkarten (Update)

AMD präsentierte bereits am 22. Dezember sein Single-GPU-Flaggschiff der neuen Generation in Form der Radeon HD 7970. Nun sind weitere detaillierte Informationen zu einigen anderen Ablegern wie dem Dual-GPU-Monster - der HD 7990 - und den Mittelklasse- sowie Einsteigermodellen bekannt geworden.


Quelle: Lenzfire.com

AMDs Radeon HD 7990 soll auf zwei vollwertigen Tahiti-XT-GPUs basieren und lediglich etwas niedriger takten. Anstatt der 925 respektive 2.750 Megahertz liegen dann 850 und 2.500 am Grafik-Chip beziehungsweise dem GDDR5-Speicher des "New Zealand" getauften Ablegers an. Dennoch könnte es möglich sein, dass wie bei der Radeon HD 6990 ein ASUM-Switch zu finden ist, der die volle Frequenz auf die beiden GPUs schaltet. Die Kapazität des Grafikspeichers soll bei insgesamt 6.144 oder 3.072 Megabyte pro Chip liegen. Preislich reiht AMD sein Flaggschiff vermutlich bei 849 US-Dollar ein.

Obwohl bereits einige Details zur Radeon HD 7950 bekannt sind, gibt es nun weitere Infos zur Preisgestaltung: Am 9. Januar wird die Version mit drei Gigabyte Video-RAM für 449 US-Dollar erhältlich sein. Im März folgt eine abgespeckte Variante mit halbiertem Speicher. Das Modell mit "nur" 1,5 Gigabyte Kapazität wird für 399 US-Dollar den Besitzer wechseln.

Die Southern-Island-Mittelklasse teilt sich in drei Modelle auf: Die Radeon HD 7850, HD 7870 und die HD 7890. Letztere basiert noch auf der Tahiti-GPU und wurde aber starkbeschnitten. So kommen 1.536 Streamprozessoren, 96 Textureinheiten und 32 Rasterendstufen zum Einsatz. Der 1,5 Gigabyte umfassende Videospeicher kommuniziert hingegen nur noch über 256-Bit Interface mit dem Grafik-Chip. Die Taktraten belaufen sich auf 900/2.250 Megahertz. 359 US-Dollar veranschlagt AMD anfangs für die Tahiti-LE-Variante. Die etwas schwächere Radeon HD 7870 baut auf dem Pitcairn-Chip in der XT-Variante auf. Demnach sind 1408 Streamprozessoren, 88 TMUs und 24 ROPs vorhanden. Dazu implementiert AMD insgesamt 2.048 Megabyte GDDR5-Speicher. Dessen Anbindung erfolgt über 256-Bit. GPU und Speicher arbeiten mit 950 respektive 2750 Megahertz. Noch etwas langsamer geht die HD 7850 zu Werke. Frequenzen von 900 und 2.500 Megahertz sowie 1280 Streamprozessoren, 80 Textureinheiten und 24 Rasteroperations-Units bescheinigen die geringere Rechenkraft. Der Kunde kann zwischen einer 2-Gigabyte-Varinate für 249 US-Dollar und einem 219 US-Dollar teuren Modell mit einer Speicherkapazität von einem Gigabyte.

Eine ähnliche Abstufung erfolgt in der Einsteiger-Baureihe in Form der HD-7700-Familie. Die Radeon HD 7790 setzt auf einen Pitcairn-LE-Kern, der über 1152 Streamprozessoren sowie 72 Textureinheiten und 24 Rasterendstufen verfügt. Sein Takt liegt bei 900/2.250 Megahertz. Der Preis der Radeon HD 7790 wird bei 199 US-Dollar liegen. Den Abschluss der Radeon-HD-7700-Reihe bilden die Radeon HD 7770 und die Radeon HD 7750. Beide basieren auf der "Cape Verde"-GPU, welche über ein 128 Bit breites Interface mit dem Speicher kommuniziert. Die Größe des Video-RAMs beläuft sich auf 1024 Megabyte Während die Radeon HD 7770 mit 896 Streamprozessoren zu Werke geht, wurde die Radeon HD 7750 mit 832 Rechenwerken bestückt. Letztere arbeitet mit 900/2.500 Megahertz. Die Taktfrequenzen der HD 7770 beträgt 900/2.750. Die Kosten für die beiden Einsteigermodelle sollten ab Februar bei 139 beziehungsweise 149 US-Dollar liegen.

Update (20.02.2012)

Mittlerweile sind die Radeon HD-7900- und HD 7700-Ableger offiziell vorgestellt worden und soweit flächendeckend verfügbar. Einzig die Mittelklasse in Form der HD-7800-Serie stehen noch aus. Jetzt will EXPreview neue Informationen erhalten haben, die sich mit den bereits bekannten technischen Daten decken. Demnach werden die Radeon HD 7890, HD 7870 und HD 7850 wahrscheinlich mit den oben genannten Spezifikationen auf den Markt kommen. Auch die Preisgestaltung wurde bestätigt.

Ob die aktuellen Gerüchte zu den Pitcairn-Modellen stimmen, wird sich aller Voraussicht nach Mitte März zum Launch der kommenden Mittelklasse herausstellen. Bis dahin können die aktuellen Radeon-Grafikkarten fairen Konditionen bei Amazon erworben werden.

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