Nvidia experimentiert mit Multichip-GPUs

In den wenigsten Fällen ist ein SLI-Setup lohnenswert. Ebenfalls gescheitert ist auch der Gedanke, zwei Grafik-Chips seperat auf eine Platine zu verlöten. In Zukunft könnten Multichip-GPU's jedoch zum Standard werden.


Quelle: Hexus

Wissenschaftler der Forschungsabteilung von Nvidia, der Arizona State University, der University of Texas und dem Barcelone Supercomputing Centre haben ein PDF-Dokument veröffentlicht, in dem es um die Effizienzsteigerung von GPUs geht. Klar, denn eine höhere Effizienz bedeutet unterm Strich mehr Leistung für den Kunden. Die Performance soll durch "Multi-Chip-Module" (MCM) erzielt werden. Der grundsätzliche Aufbau erinnert nun eher an eine Quad-Core CPU als an einen Grafikchip. Doch die Zeiten, in denen man einfach mehr und mehr Transistoren auf das Silizium auftragen konnte, neigen sich dem Ende zu.

Auch kann man den Herstellungsprozess nicht immer weiter verkleinern. Die Abstände zwischen den unterschiedlichen Herstellungsprozessen verlängern sich ebenfalls immer und immer weiter. Aktuell ist geplant, einfach zu produzierende Grafikprozessoren zu nehmen und diese Gruppenweise zu Clustern zusammenzufassen, welche dann auf einen gemeinsamen DRAM zugreifen. Erste Berechnungen haben ergeben, dass die MCM-Bauweise 45,5 Prozent mehr Leistung hat als eine vergleichbare, herkömmliche GPU und sogar 26,8 Prozennt schneller ist als ein äquivalentes Multi-GPU Setup. Die Technologie steckt allerdings noch in den Kinderschuhen und es wird sicher noch einige Hardwaregenerationen dauern, bis diese Bauweise für den Endkunden verfügbar sein wird.

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