Nach Turing-Release mit hohen Erwartungen: Nvidias Börsenwert fällt

Der 19. September galt als offizieller Startschuss für Nvidias nächste GPU-Generation. Ab diesem Tag durften Review-Seiten unabhängige Tests veröffentlichen und die Leistung gegenüber der Vorgägngergeneration ins Verhältnis setzen. Die Erwartungen waren dabei im Vorfeld (sehr) hoch, wie sich nun herausstellt. Auf ganzer Linie konnten die neuen allerdings GPUs nicht überzeugen, was auch die Börse mit einem kleinen Rückgang abstraft.


Quelle: CNBC

Tests und Meinungen zur neuen RTX-Serie sind am Mittwoch, den 19. September offiziell geworden. Im Vorfeld waren die Erwartungen sehr hoch gesteckt - schließlich hat Nvidia vollmundig viel versprochen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die neuen GPUs sehr viel Leistung mitbringen und noch nicht etablierte Features erstmals in den Massenmarkt bringen. Doch der Direktvergleich gegenüber den ehemaligen Spitzenmodellen zeigt, dass die Performance in Relation zum Preis nicht auf ganzer Linie überzeugt. In älteren Spielen etwa fällt der Vorsprung eher vernachlässigbar aus. Angesichts des stark gestiegenen Preisniveaus ist diese Erkenntnis ein klarer Dämpfer. Das sehen auch die Anteilseigner Nvidias so: Am Mittwoch schloss Nvidia an der Börse mit einem Marktwert von 271,98 US-Dollar pro Aktie ab und begann am folgenden Tag mit einem Preis von 264,10 US-Dollar. Inzwischen hat sich der Börsenwert etwas erholt. Aktuell notiert die Nvidia-Aktie rund 266,28 US-Dollar - das ist ein Einbruch von ca. 2,1 Prozent.

Die US-Bank Morgan Stanley schätzt, dass die RTX 2080 lediglich ein bisschen besser als die GTX 1080 Ti ist und von der Gemeinschaft etwas mehr Differenz im Hinblick auf die Leistung erwartet wurde. Gerade wegen der höheren Taktraten, der neuen Architektur und deutlich mehr Bandbreite waren die Erwartungen riesig. Mit Blick auf den Markt schätzen die Analysten mit einer langsameren Verbreitung der RTX-GPUs - schließlich gibt es momentan wenige Argumente für den Kauf der kostspieligen Grafikkarten. Dieser Trend wird sich laut Einschätzung der Experten wohl weitere zwei Quartale hinziehen.

Anzeige