Grafikkartenmarkt: Mining-Nachfrage bricht ein - Gaming legt deutlich zu

Analysten der Jon Peddie Research haben sich den GPU-Markt näher angeschaut und bestätigen den Mining-Abwärtstrend, den User schon Anhand der Preise ausmachen konnten. Trotzdem gilt: Das Schürfen von Kryptowährungen beeinflusst weiterhin den Grafikkartenmarkt - wenn auch zu immer geringeren Anteilen.


Quelle: Jon Peddie Research

PC-Grafikkarten sind, bzw. waren mal so richtig teuer. Das ist die Tatsache, die viele PC-Bauer nach dem Studium der Marktsituation stets hinnehmen mussten. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: Die Mining-Nachfrage bricht ein, wenn auch nicht komplett ab. Denn weiterhin macht die Nachfrage nach Rechenleistung zum Schürfen von Kryptowährungen einen Anteil am Gesamtmarkt aus, doch der wird immer geringer. Bisher liegt die GPU-Auslieferung weiterhin 3,4 Prozent höher als im Vorjahr - dabei haben Desktop-GPUs mit einem Anstieg von 14 Prozent deutlich zugelegt. Doch mit dem genauen Aufbrechen in Quartalszahlen wird klar, dass es abwärts geht: Die Auslieferungen von dedizierten GPU in diesem Quartal ist um 10 Prozent gegenüber dem direkt vorausgegangenen Drei-Monats-Zeitraum zurückgegangen. Profitiert hat insbesondere vom ganzen Boom aber AMD: Die Roten können den Marktanteil stets steigern, während Nvidia konstante Zahlen vorweisen konnte.

Der Markt scheint gesättigt zu sein: Miner haben ihre gewünschte Hardware in angemessener Anzahl in ihren Farmen, während Spieler, die stets den Kürzeren gezogen haben, fallende Preise beobachten können. Letztere belohnen die Hersteller mit weiteren Einkäufen, womit die Nachfrage sicherlich in geringem Maße erneut steigen dürfte - dieses Mal allerdings von der angepeilten Zielgruppe. Das traditionell eher nicht so ertragsträchtige Sommerloch mit den Monaten in der Mitte des Jahres wird für die Hersteller offenbar zu einem besseren Zeitraum, bis es dann mit Neuankündigungen schnell Richtung Weihnachten geht - und damit in die margenträchtigste Zeit des Jahres. Extrem freuen sollte man sich aber nicht: Die Hersteller rechnen aktuell mit den niedrigsten Preisen in der nächsten Zeit - anscheinend ist das absolute Minimum erreicht, ehe es in den nächsten Monaten mit neuen Produkten mit den Preisen etwas bergauf geht. 

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