Gigabyte: Grafikkartenabsatz bricht im zweiten Quartal 2018 um 20 Prozent ein

Mit dem Absturz des Minig-Hypes stehen die GPU-Hersteller vor einer starken Flaute, die so in dieser Form lange nicht passiert ist. Unternehmensnahen Quellen zufolge plant Gigabyte mit Auslieferungseinbußen von satten 20 Prozent und muss daher die Erwartungen stark nach unten korrigieren.


Quelle: DigiTimes

Grafikkarten werden günstiger - das spüren auch die Kunden. Noch viel besser ist die inzwischen breite Verfügbarkeit. Man mag sich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass die Grafikkarten so gut verfügbar sind, dass die Kunden satt geworden sind (mit Nvidia Touring in Schlagdistanz). So oder so ähnlich sieht es Gigabyte und steht vor gefüllten Regalen, während der Mining-Hype extrem nachgelassen hat. Daher hat der Hersteller die Absatzprognosen stark nach unten korrigiert - 20 Prozent weniger Grafikkarten sollen im zweiten Quartal 2018 verkauft worden sein. Und das Ende des Abwärtstrends ist nicht in Sicht. Dabei fallen nicht nur die ausgelieferten Einheiten, sondern gleichzeitig die Preise - selbige gaben inzwischen laut Hersteller um durchschnittlich etwa zehn Prozent nach (UVP). 

Als Konsequenz wird Gigabyte wieder mehr und mehr auf die Gamergemeinde abzielen und das Marketing dahingehend optimieren, während der Gebrauch in Mining-Rigs stetig an Bedeutung verlieren dürfte. Nichtsdestotrotz ist das "Gejammer" nicht wirklich begründet: Immerhin hat Gigabyte im ersten Quartal 2018 so viel Gewinn erwirtschaftet wie im gesamten ersten Halbjahr 2017. In Zahlen ausgedrückt: Im ersten Quartal 2017 hat Gigabyte 91 Prozent mehr Gewinn als im gleichen Vorjahreszeitraum erreicht - das bedeutet 52,75 Millionen US-Dollar Plus. Dazu kommen noch satte 49 Prozent mehr Umsatz pro Einheit - aufgrund der stark überzogenen (Händler-)Preise in der Dürrephase.

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