CUDA: Nvidia-Technik lässt Audi-PKW selbstständig fahren

Auf der GPU Technology Conference 2014 hat sich ein Auto selbstständig auf die Bühne gefahren. Der von Audi gebaute Prototyp arbeitet mit der CUDA-Technik und einem GPU-Computing-Chip von Nvidia, um unbemannt agieren zu können. Neben Google zeigt somit auch Nvidia, dass selbstfahrende PKWs nicht mehr allzu fern sind.


Auch wenn es bisher noch nicht erlaubt ist, ein Auto komplett automatisch ohne menschlichen Eingriff im öffentlichen Verkehr fahren zu lassen, beweisen einige Hersteller, dass dies mittlerweile möglich ist. Google war eines der ersten Unternehmen, das einen PKW unbemannt steuern ließ. Passend zur GTC 2014 präsentierte Nvidia in Zusammenarbeit mit Audi ebenfalls einen solchen Prototyp. Selbiger steuerte sich selbstständig auf die Bühne. Nvidia hatte dies als Demonstration benutzt, um zu zeigen, wie weit GPU-Computing fortgeschritten ist.

GPU-Computing beschreibt die Fähigkeit von Grafikchips, die normalerweise 3D-Berechnungen in einem PC durchführen, auch als Prozessor fungieren zu können. Nvidia hat hierfür die CUDA-Architektur entwickelt, mit der es möglich wird, Programmabläufe auch separat über die Grafikeinheit abzuarbeiten. In herkömmlichen PCs wird diese Technologie oft nicht verwendet, da ein normaler Anwender kaum viele, parallele Aufgaben bearbeiten muss. Entsprechende Anwendungsgebiete sind eher das Rendering von 3D-Modellen oder Bitcoin-Mining. In einem Auto kann diese Fähigkeit aber ebenso ausgenutzt werden, wodurch es mithilfe von CUDA möglich ist, ein Programm zu schreiben, mit dem ein Auto selbständig fährt.

Ob diese Techniken schon Verkehrssicher sind, ist fraglich. Sicher scheint jedoch, dass die Innovation weiterentwickelt wird und wir möglicherweise bald nicht mehr selbst fahren müssen. Das Problem der Fehler im Programmcode und Hardware-Ausfälle müssten hierfür allerdings behoben werden.

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