CES 2018: Intel präsentiert Kaby Lake-G-Prozessoren mit AMD RX Vega Grafikeinheit

Was vor einiger Zeit unmöglich schien, ist nun offiziell von Intel selbst zur CES gezeigt worden: Käufer können demnächst Kaby Lake-Prozessoren, gepaart mit AMDs Vega-Grafikeinheit in dafür vorgesehenen Geräten erwerben. Zum Start gibt es fünf Modelle, die künftig vornehmlich in Notebooks und NUCs zum Einsatz kommen.


Wer die aktuellsten Tech-News aufmerksam verfolgt, wird in der Vergangenheit über eine mögliche Kooperation zwischen Intel und AMD gelesen haben. Mit den neuen Intel Kaby Lake-G-CPUs wird diese Zusammenarbeit offiziell und im Rahmen der CES 2018 konkretisiert. Fünf Prozessoren kommen zum Start, bei denen neben Intels CPU auch eine integrierte GPU von AMD aus der Vega-Serie rechnet. Damit bringt Intel ein durchaus spannendes Produkt auf den Markt - selbst ist man sich sicher, dass Vega alles hat, was Intel braucht, so der Hersteller.

Zum Marktstart wird es zunächst fünf solcher Kaby Lake-G-CPUs geben, die mit zwei verschiedenen GPUs an den Start gehen. Die stärkere Variante hört auf die Bezeichnung Radeon RX Vega M GH ("GH" steht für Graphics High), kommt mit 24 CUs daher und arbeitet zusammen mit der CPU im TDP-Bereich von maximal 100 Watt. Sparsamer ist die RX Vega M GL ("GL" steht für Graphics Low), die mit der CPU eine TDP von 65 Watt hat und über 20 CUs verfügt. Den Start stellen drei Modelle mit letzterer GPU dar, zwei Prozessoren können mit der RX Vega M GH auf eine TDP von 100 Watt zugreifen. 

Positiv: Intels HD630 als iGPU bleibt neben der zusätzlichen Vega-Einheit aktiviert, womit sich die Bildausgänge theoretisch erhöhen. Intels iGPU bietet die Möglichkeit drei Monitore anzuschließen, AMDs integrierter Vega-Chip bietet da weitere sechs Bildausgänge. Das ist allerdings für die kompakten Notebooks eher nicht vorgesehen, zumal am Anfang lediglich die 65 Watt-Package-Variante des Intel-AMD-Chips in die kommenden Notebooks findet. Die 100 Watt Kaby Lake-G-CPUs wird man demnächst ausschließlich in NUCs vorfinden - Übertaktbar ist davon auch nur letztere Variante.

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