AMD Radeon HD 7000: Detaillierte Informationen durchgesickert

Erst kürzlich gab es Neuigkeiten in Bezug auf AMDs kommende "Southern Island"- Grafikkartengeneration. Nun wurden weitere Daten geleaked, die einen tiefen Einblick in die Technik der Radeon-HD-7000-Serie erlauben. Die Oberklassemodelle bekommen Gerüchten zufolge eine neue Architektur sowie XDR2 aus dem Hause Rambus.


Quelle: Expreview

Da der Launch der kommenden "Southern Island"-Grafikkarten von AMD kurz bevor steht, häufen sich die Gerüchte im Internet stetig. Vor wenigen Stunden sind weitere Details zu "Tahiti", "Thames", "Lombok" und "New Zealand" bekannt geworden. Dabei wird ersichtlich, dass die absoluten Oberklassemodelle auf die richtungsweisende "Graphic Core Next"-Architektur - kurz GNC - setzen und den extrem schnellen XDR2-Speicher von Rambus zur Seite gestellt bekommen. Der High-End-Ram kann gegenüber konventionellen GDDR5-Chips mit höherer Effizienz, Spitzenbandbreite und Signalintegrität punkten. Trotzdem wird er nur auf der Radeon HD 7970 und 7950 sowie dem Dual-GPU-Monster HD 7990 zum Einsatz kommen, genau wie das veränderte GNC-Chip-Design.

Die Tahiti-XT-GPU setzt sich aus 32 sogenannten "Compute Units" zusammen und beinhaltet satte 2048 ALUs und 128 Textur-Einheit sowie 64 Rasterendstufen. Der Takt der Radeon HD 7970 liegt wahrscheinlich bei einem Gigahertz. Insgesamt soll die Karte maximal 190 Watt aus dem Netzteil ziehen. Die schwächere Radeon HD 7950 oder "Tahiti Pro" begnügt sich hingegen mit nur 150 Watt. Dafür wurde die Anzahl der "Compute Units" auf 30 und der Chiptakt auf 900 Megahertz reduziert. Auch die ALUs und Textureinheiten sind auf 1920 respektive 120 minimiert. Die Menge der ROPs bleibt bei 64. Tahiti XT und Pro verfügen beide über 2048 Megabyte XDR2-Speicher, der über ein 256-Bit-Interface an die GPU angebunden ist. Dessen Takt liegt im Falle der Radeon HD 7970 bei 4000 Megahertz und 3600 Megahertz beim HD-7950-Modell.

Die Mittelklasse der "Southern Island"- Baureihe stellen die Radeon HD 7870 und 7850 dar, die im Prinzip nur höher getaktete und in der Effizienz verbesserte Versionen der HD 6970 respektive HD 6950 sind. Bei Karten verfügen ebenfalls über zwei Gigabyte GDDR5-VRAM. Auch hier soll der Takt etwas höher ausfallen, als bei den aktuellen Vergleichsmodellen.

Lombok XT und Pro wurden deutlich stärker beschnitten und bekommen nur 768 ALUs, 48 Textureinheiten und 16 Rasterendstufen spendiert. Beide basieren auf der derzeitigen VLIW4-Architektur und besitzen ein Gigabyte GDDR5-Speicher, der mit 128-Bit an die GPU angebunden ist. Der RAM-Takt liegt je nach Modell zwischen 2000 und 2500 Megahertz. Die XT-GPU rechnet mit 900 und die Pro-Karte mit 750 Megahertz.

Genauere Informationen zum Veröffentlichungsdatum gibt es zu dieser Zeit noch nicht. Auch erste Preiseinschätzungen fehlen noch gänzlich.

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